17. Januar 2011
Buntbarsche sind Süßwasserfische und in den Gewässern der südlichen Erdhalbkugel angesiedelt. Als Forschungsobjekt sind sie immer gerne gesehen, denn sie verfügen über eine ausgesprochen ausgefeilte und abwechslungsreiche Sexualität und Brutpflege.
Beispielsweise gibt es rund 2000 Arten von Buntbarschen, die ihre Eier im Maul ausbrüten. Doch damit nicht genug, die Männchen dieser Tiere haben eine Analflosse, die aussieht, wie die Eier selbst. Wenn das Weibchen also die Eier im Mund aufnimmt, hält es die Rückseite des Männchens ebenfalls für Eier und versucht sie mit unterzubringen, so dass das Männchen sein Sperma direkt zu den Eiern geben, und sie damit befruchten kann.
"Die Fische investieren sehr viel in die Brutpflege", so Walter Salzburger, der am Zoologischen Institut an der Uni Basel arbeitet. Rund einen Monat tragen die Mütter ihre unzähligen Kinder im Maul. Der Diskusfisch, der ebenfalls zu den Buntbarschen gehört, macht es anders.
Er zieht die Nachkommen nicht im Maul auf, sondern fordert die Kinder auf, ihm in die Haut zu beißen. Auf diesem Wege versorgt er sie mit einem Hautsekret, in dem überlebenswichtige Antikörper enthalten sind.
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