16. Juni 2010
Als Beckenringlockerung bezeichnet man eine schmerzhafte Dehnung der Bänder, die für den Zusammenhalt des Beckenknochens sorgen. Es gibt jedoch ein paar Maßnahmen, die zur Schmerzlinderung hilfreich sein können.
Eine Beckringlockerung, die man auch als Symphysenlockerung bezeichnet, ist schwangerschaftsbedingt. Dabei kommt es zu einer Dehnung der Bänder, die für den Zusammenhalt des Beckenknochens zuständig sind. Als Becken (Pelvis) bezeichnet man den Körperbereich unterhalb des Bauches und oberhalb der Beine. Durch diesen Abschnitt werden die Beine mit dem Rumpf verbunden.
Eine Beckenringlockerung gehört zu den unangenehmen Belastungen einer Schwangerschaft. Sie kann bereits im frühen Stadium eintreten und bis nach der Geburt andauern. Verursacht wird die Lockerung zumeist durch die hormonelle Umstellung während der Schwangerschaft. Aber auch körperliche Belastungen können eine Beckenringlockerung auslösen. Da dabei oftmals auch die Bänder im Kreuzbereich in Mitleidenschaft gezogen werden, kann es zu starken Schmerzen im Becken- und Kreuzbereich kommen.
Zu den auftretenden Beschwerden bei einer Beckenringlockerung gehören Schmerzen an der Wirbelsäule, dem Schambein oder dem Lendenbereich. Diese Schmerzen können auch bis zu den Oberschenkeln und den Leistenbereich ausstrahlen. Darüber hinaus kommt es zu einer eingeschränkten Beweglichkeit der Schwangeren und Problemen beim Laufen. Durch bestimmte Bewegungen werden die Schmerzen noch verstärkt. So kann es besonders beim Gehen und Treppensteigen, aber auch im Liegen zu unangenehmen Schmerzen kommen.
Werden die Schmerzen zu stark, sollte die Schwangere mit ihrem Arzt oder einer Hebamme sprechen, um Maßnahmen für die notwendige Schmerzlinderung zu treffen. Keinesfalls sollte man die Schmerzen einfach aushalten. In den meisten Fällen ist sogar eine Krankschreibung erforderlich.
Neben der Einnahme von Schmerzmitteln, gibt es noch einige andere Maßnahmen, die bei einer Beckenringlockerung hilfreich sind. So kann schon die Unterstützung von Familienmitgliedern, Freunden oder einer Haushaltshilfe bei der Durchführung von alltäglichen Dingen entlastend sein. Aber auch diverse Hilfsmittel wie z.B. ein Beckenstuhl, ein Ruhestuhl, eine Badebank, ein Toilettenerhöher oder sogar ein Rollstuhl können helfen unnötige Schmerzen zu vermeiden. Eine weitere hilfreiche Maßnahme ist ein spezielles Training mit einem Physio- oder Ergotherapeuten, bei dem die Schwangere lernt sich ohne große Belastung zu bewegen.
Auch nach der Geburt können die Beschwerden durch die Beckenringlockerung andauern. Daher sollte die Betroffene zunächst Bettruhe einhalten und sich für einige Wochen schonen.
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