15. Juni 2010
Es gibt unterschiedliche Gründe, warum eine Ausschabung vorgenommen wird. Sie wird in der Regel ambulant unter einer leichten Vollnarkose durchgeführt. Dabei handelt es sich um einen häufig durchgeführten Routineeingriff. Eine Ausschabung wird vorgenommen, nach einer Fehlgeburt, bei Blutungsstörungen, bei verstärkter und auch bei verlängerter Regelblutung. Bei Blutungen die nach den Wechseljahren auftreten, in seltenen Fällen ist auch nach einer natürlichen Entbindung eine Ausschabung nötig.
Da es sich um einen Routineeingriff handelt, verläuft eine Ausschabung in der Regel komplikationslos. In seltenen Fällen kann es zu einer Verletzung der Gebärmutterwand kommen, diese heilt normalerweise problemlos aus, muss aber von einem Arzt kontrolliert werden. Die Nachsorge nach einer Ausschabung ist sehr wichtig. Wurde die Ausschabung zu diagnostischen Zwecken gemacht, ist auch eine mögliche Weiterbehandlung notwendig. Manchmal wird Gebärmutterschleimhaut abgetragen, um das Gewebe auf Zellveränderungen zu untersuchen. Oft wird eine Ausschabung durch eine Gebärmutterspiegelung ergänzt, dabei wird ein optisches Instrument in die Gebärmutter eingeführt. Der Arzt kann kleine Polypen finden und entfernen, die dann ebenfalls untersucht werden. Die Ursachen für die Blutungen sind meist hormonelle Störungen, Myome, Polypen oder gutartige Tumore. Nur in den wenigsten Fällen handelt es sich um Gebärmutterkrebs. Wenn es verdächtige Zellabstriche gab oder auffällige Ultraschallbefunde, kann dies mit einer Ausschabung abgeklärt werden, bedarf aber auch der regelmäßigen Nachsorge und Kontrolle.
Der Arzt wird nach dem Eingriff ausführlich informieren, wie der weitere Verlauf ist und welche Verhaltensmaßnahmen wichtig sind. Am Anfang besteht noch eine Wundblutung, bei eher geringem Blutverlust. Nach einigen Tagen kann sich die Blutung bis zur Stärke einer normalen Regelblutung steigern. Noch circa weitere vierzehn Tage kann ein bräunlich-blutiger Ausfluss auftreten. Symptome wie leichtes Ziehen im Unterleib, vergleichbar mit Menstruationsbeschwerden, sind normal. Treten stärkere Schmerzen, sehr starke Blutungen oder Fieber auf, sollte sofort ein Arzt konsultiert werden. Nach der Ausschabung wird der Arzt einen Termin zur Nachsorge vereinbaren. Dann liegen ihm auch die Befunde der Untersuchungen vor und er wird über die weitere Behandlung informieren. Die Nachsorge findet in Form einer gynäkologischen Untersuchung statt und der Arzt wird den Heilungsverlauf kontrollieren. Ein weiteres Vorgehen wird er genau besprechen und abklären.
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