9. Februar 2011
Bei einer Ausschabung wird Gewebe aus der Gebärmutter abgetragen. Dieser Eingriff kann bei verschiedenen Beschwerden und Erkrankungen notwendig werden.
Eine Ausschabung, der Mediziner spricht auch von einer Kürettage, kann notwendig werden, wenn jüngere oder ältere Frauen jeden Monat unter sehr starken Regelblutungen leiden. Auch wenn die Menstruation unregelmäßig ist, so kann eine Ausschabung indiziert sein.
Eine Behandlung muss ebenfalls dann erfolgen, wenn eine Frau ihre Wechseljahre bereits hinter sich hat, normalerweise keine Blutungen mehr auftreten und ohne ersichtlichen Grund dennoch eine menstruationsähnliche Blutung vorliegt. Auch in diesem Fall wird der Gynäkologe zu einer Ausschabung raten.
Im Rahmen der Vorsorge führt der Frauenarzt häufig einen Ultraschall durch. Kann er hier einen auffälligen Befund feststellen, so kann eine Ausschabung zu Diagnostikzwecken sinnvoll sein. Gleiches gilt auch, wenn der Abstrich, der bei der Vorsorge oder aufgrund konkreter Beschwerden vorgenommen wird, auffällig ist.
Hatte eine Frau eine Fehlgeburt, so wird anschließend häufig eine Ausschabung vorgenommen, so dass auch letzte Gewebereste aus der Gebärmutter entfernt werden können. Gleiches gilt auch für normale Entbindungen, bei denen noch Gewebereste in der Gebärmutter verbleiben. Bestehen nach einer Entbindung noch wochenlang Blutungen, so kann auch dies der Grund für eine Ausschabung sein.
Frauen, die eine Abtreibung vornehmen lassen möchten oder müssen erhalten diese auch oft im Rahmen einer Ausschabung, wenn die Schwangerschaft noch nicht weit fortgeschritten ist.
Die Ausschabung wird somit sowohl zu diagnostischen als auch zu therapeutischen Zwecken angewendet. Durch die Ausschabung können z.B. Krankheiten wie gut- und bösartige Tumore der Gebärmutter oder Polypen festgestellt werden, indem der Arzt Gewebeproben entnimmt und an ein Labor zur histologischen Untersuchung sendet. Wird die Ausschabung bei einer zu starken Regelblutung aus therapeutischen Zwecken durchgeführt, so können sich die Menstruationsblutungen wieder normalisieren, wenn z.B. Gebärmutterschleimhaut abgetragen wird.
Egal aus welchem Grund die Ausschabung durchgeführt wird, so kann sie in der Regel ambulant erfolgen. Die Patientin erhält dazu eine kurze Vollnarkose, während sie auf dem Stuhl des Gynäkologen sitzt. Der Eingriff dauert nur etwa zehn Minuten.
Sehr wahrheitsgemäß und verständlich geschrieben. Hat mir gut weitergeholfen.
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