29. Oktober 2010
Von Andreas Hadel
Zucker ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite lässt uns das weiße Gold aufgehen wie ein Hefekloss und kann uns gesundheitlich in ziemlich große Schwierigkeiten bringen. Aber auf der anderen Seite regt der Genuss der süßen Kristalle die Ausschüttung von Glücklichkeitshormonen an und sorgt außerdem für eine schnellere Regeneration nach anstrengenden Workouts. Wir raten deswegen auch gar nicht zum völligen Verzicht von Zucker. Wir wollen es Ihnen mit unseren Tipps nur ein wenig einfacher machen, die Menge von Zucker in der täglichen Ernährung auf ein gesundes Maß zu reduzieren. Hier sind fünf Strategien, wie Sie das auf einfache Weise erreichen können.
Zu den größten Missverständnissen gehört die Annahme, dass fettreduzierte Produkte zwangsläufig gesund seien. Nur weil etwas fettreduziert ist, bedeutet es jedoch nicht automatisch, dass es auch kalorienarm ist. Tatsächlich ist es bei den Lebensmittelproduzenten eine gängige Praxis, dass sie zwar ihre Produkte in einer fettarmen Variante anbieten, diese dann jedoch mit Zucker auf ein geschmacklich annehmbares Niveau bringen. Überprüfen Sie daher immer das Etikett, bevor Sie ein Produkt in Ihren Einkaufswagen legen.
Süßstoff ist eigentlich eine ziemlich gute Erfindung. Immerhin lässt sich damit der süße Zahn befriedigen, ohne dass wir dabei den Umfang unserer Problemzonen vergrößern. Tückisch an Süßstoffen ist jedoch, dass sie eine ähnlich starke Insulinausschüttung verursachen können wie echter Zucker. Außerdem können Sie das Verlangen nach Süßigkeiten durchaus erhöhen, anstatt es zu verringern.
Das Trinken von Limonade ist der Dickmacher Nummero uno! Auf keine andere Art und Weise kann man sich mit hunderten von Kalorien eindecken ohne einen nennenswerten Sättigungseffekt zu erzielen. Lassen Sie sich von den Werbemachern nichts einreden. Sie brauchen Limonaden nicht, um Ihren täglichen Flüssigkeitsbedarf zu decken. Wasser, Tees und verdünnte Säfte sind die weitaus besseren Alternativen.
In den meisten Fällen ist das Süßen zu einer Gewohnheit geworden, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Cornflakes müssen schon lange nicht mehr nachgesüßt werden. Und das Müsli kann man mit einem Klecks Honig oder ein paar Rosinen auch ohne Pulverzucker erträglicher gestalten. Versuchen Sie einmal nur einen halben Teelöffel Zucker in Ihren Kaffee zu tun und geben Sie stattdessen etwas mehr Milch hinzu. Der Geschmack ist beinahe unverändert, aber kalorisch macht es einen riesigen Unterschied.
Wann immer in Ihnen das unverdrängbare Verlangen nach etwas Süßem die Oberhand gewinnt, sollten zunächst Früchte und Obst die erste Wahl für Sie sein. Wenn das nicht wirklich befriedigend ist, können Sie sich immer noch für die Schokolade entscheiden.
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