21. Juli 2010
Als Weintrauben bezeichnet man die Früchte der Weinrebe. Sie gehören zum Beerenobst.
Bei Weintrauben handelt es sich um die Früchte der Weinrebe (Vitis vinifera L. ssp. vinifera). Sie zählen zum Beerenobst und werden auch Tafeltrauben oder Weinbeeren genannt.
Weintrauben wachsen an der Weinrebe, einer der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Insgesamt gibt es ungefähr 16.000 verschiedene Rebsorten. Man unterscheidet zwischen grünen oder gelben Weinbeeren, die man auch als weiße Beeren bezeichnet, sowie roten oder dunkelblauen Beeren. Die Form der kleinen Weinbeeren ist rundlich oder oval. Der Name Trauben kommt von der charakteristischen Wuchsform der Beeren, die in Bündeln heranreifen. Dennoch sind sie deutlich voneinander getrennt. Die Weintrauben können roh gegessen werden, lassen sich aber auch zu Traubensaft oder Wein verarbeiten. Durch die alkoholische Gärung des Mosts, der durch Pressen oder Stampfen hergestellt wird, kommt es zur Entstehung des Weins. Getrocknete Weinbeeren werden als Rosinen bezeichnet.
Je nach Rebsorte, kann ein Stielgerüst zwischen 50 und 150 Beeren tragen. Hauptbestandteil des Gerüsts ist Wasser mit einem Anteil von rund 80 Prozent. Eine Weinbeere setzt sich aus den Kernen, dem Fruchtfleisch und der Schale zusammen. Zumeist haben Trauben, die man zur Weinherstellung benutzt, ein etwas anderes Aussehen als Tafeltrauben und verfügen über zahlreiche kleine Beeren, die dicht aufsitzen. Zudem fällt der Fruchtfleischanteil bei Keltertrauben wesentlich geringer aus. Auch die Beerenschale ist eher hart und hat einen etwas bitteren Geschmack. Im Inneren der Weinbeere befinden sich das Mark (Butzen), das um die Kerne herum liegt, sowie das Fruchtfleisch. In diesem befindet sich der größte Teil des Saftes. Eine Beere verfügt über bis zu vier Kerne, die aus Wasser, Fetten, Kohlenhydraten, Proteinen, Tanninen, Fettstoffen und Mineralien bestehen. Die blauen Beeren weisen in ihrer Schale, im Unterschied zu den so genannten weißen Beeren, den Farbstoff Anthocyan auf. Darüber hinaus enthalten sie auch mehr Gerbsäure im Fruchtfleisch. Ein Merkmal der Weintrauben ist die Wachsschicht auf der Schale, die durch den Wechsel von nächtlicher Luftfeuchtigkeit und täglicher Warmluftzufuhr entsteht. Durch den Kondensniederschlag kommt es zu Reif. Nachdem dieser verdunstet ist, bildet sich die Wachsschicht, die man auch als Duftfilm bezeichnet.
Der Ursprung der Weintrauben liegt in Mittelasien und Transkaukasien. In der heutigen Zeit baut man die Trauben auf allen Kontinenten an, sodass sie zu den bedeutendsten Fruchtarten auf dem internationalen Früchtemarkt zählen. Die Hälfte aller Weintrauben wird in Europa hergestellt. Wichtigste Anbauländer sind Italien, Spanien und Griechenland. In Deutschland werden in erster Linie Keltertrauben produziert, sodass auf den heimischen Markt vorwiegend Importe gelangen. Auf diese Weise sind sie jedoch das ganze Jahr über verfügbar. Während von August bis Dezember europäische Trauben importiert werden, bietet man in den restlichen Monaten Weintrauben aus Chile, Argentinien und Südafrika an.
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