10. Dezember 2007
Von R. Bachmann
Früher war Trockenobst einfach eine der wenigen Konservierungsarten um einen Überfluss im Sommer und Herbst in den Winter zu retten, wenn es keine frischen Früchte gab. Heute ist das kein Problem mehr, frische Früchte gibt es das ganze Jahr über zu kaufen. Dennoch hat Trockenobst seinen Platz in der Küche zu Recht.

Trockenobst oder Dörrobst, wie es auch genannt wird, ist sehr gesund, enthält viele Ballaststoffe und fördert somit die Verdauung. Wenn man sich abends 6 Backpflaumen einweicht und diese entweder pur oder auch im Müsli, mit dem Einweichwasser genießt, so wird man keine Verdauungsprobleme haben. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist etwas niedriger wie im frischen Obst, aber immer noch beachtlich. Trockenobst gehört neben frischem Obst zu den gesündesten Nahrungsmitteln.
Großmutter trocknete ihr Obst im Backofen, heute gibt es spezielle Trocknungsautomaten. Wer einen Obstgarten hat und im Herbst von einer Fülle Äpfel und Pflaumen überflutet wird, sollte überlegen ob sich die Anschaffung eines Dörrapparates für ihn lohnt. Denn normalerweise kann man diese ganze Obstflut im Herbst sonst nicht bewältigen. Wer sich daran versuchen will und nicht gleich einen Dörrapparat anschaffen möchte: Pflaumen entsteinen, Äpfel und Birnen in dünne Scheiben schneiden. Dann alles auf ein Kuchengitter legen und im Backofen bei 50 bis 60° Celsius ca. 9 bis 10 Stunden trocknen. Wichtig ist immer einen Holzlöffelstil in die Backofentür einklemmen damit die Feuchtigkeit entweichen kann, wenn das Obst Restfeuchtigkeit enthält schimmelt es.
Natürlich gibt es auch Trockenobst in allen Formen, als Mischobst, aber auch als einzelne Obstsorten, überall zu kaufen. Da sollte man aber darauf achten, dass es ungeschwefeltes Trockenobst ist, viele Leute reagieren auf den Schwefel mit Kopfschmerzen und Übelkeit. Trockenobst aus dem Bioladen ist grundsätzlich nicht geschwefelt.
Trockenobst ist sehr vielseitig. Zunächst ist es ein wunderbarer und überaus gesunder Süßigkeitenersatz. Mit Trockenobst lassen sich herrliche Füllungen für Kuchen aber auch, ganz pikant, für Gänse oder Enten herstellen. Und dann lassen sich die köstlichsten Desserts mit Trockenobst zaubern. Ganz besonders lecker schmeckt es auch, vor allem im Winter, zu Eis. Nicht zu vergessen als Zusatz zu Müsli, denn mit Trockenobst kann auf jegliches Süßungsmittel verzichtet werden.
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