Spinat - Gesundheitliche Vorzüge und Tipps zum Anbau

Als Spinat bezeichnet man eine Gemüsepflanze. Er gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Spinat weist eine Menge gesunder Inhaltsstoffe auf und lässt sich auch selbst im Garten anbauen. Dabei gibt es verschiedene Sorten, die sich auch unterschiedlich verarbeiten lassen. Informieren Sie sich über die gesundheitlichen Vorzüge von Spinat und holen Sie sich Tipps zum Anbau.

Wissenswertes zu Spinat

Spinat - Wirkung und Inhaltsstoffe

Unter Spinat (Spinacia) oder Gemüsespinat versteht man eine Gemüsepflanze aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Er gehört zum Blattgemüse und wird sowohl frisch als auch tiefgekühlt im Handel angeboten.

Spinat wird als sehr gesund angesehen, denn er weist einen hohen Gehalt an Eiweiß, Vitaminen und Mineralien auf. Zu den Vitaminen gehören

Auch Mineralstoffe wie

sind reichlich in dem Gemüse vorhanden. Ein Nachteil ist allerdings der hohe Nitratgehalt, der jedoch durch Blanchieren um bis zu 70 Prozent reduziert werden kann. Zudem wird empfohlen, den Spinat möglichst frisch zu verzehren und ihn nicht länger als zehn Minuten zu erhitzen.

Gesundheitliche Vorzüge von Spinat

Aufgrund der Inhaltsstoffe können dem Spinat einige gesundheitliche Vorzüge zugeschrieben werden. Dazu zählt beispielsweise

  • die Unterstützung der Immunfunktion
  • eine verbesserte Haut
  • die Unterstützung der Blutgerinnung
  • die Unterstützung des Sauerstofftransports zu den Zellen
  • die Förderung der Knochengesundheit
  • die Verbesserung der Zellfunktion

Verwendung von Spinat in der Küche

Spinat kann auf unterschiedliche Art und Weise zubereitet werden. Es bereichert zahlreiche verschiedene Gerichte. Hier widmen wir uns der Zubereitung von Spinat.

Spinat selber anbauen

Spinat kann man kaufen - aber ebenso selbst anbauen. Er entwickelt sich am besten bei längeren Nächten und kürzeren Tagen.

Um im Herbst oder frühen Winter zu ernten, sät man ihn im August. Wer im Frühjahr ernten möchte, sät man im September aus. Bei Kahlfrost sollte die Jungpflanze allerdings abgedeckt werden.

Was den Boden angeht, werden keine besonderen Ansprüche gestellt. Er muss jedoch feucht gehalten werden.

Ein Standort mit starkem Wind sollte vermieden werden. Mit Halbschatten kommt der Spinat gut zurecht.

Das Gemüse kann auch als Lückenfüller eingepflanzt werden. So passt er gut zwischen

  • Bohnenstangen
  • Gurken
  • Tomaten und
  • Kohl.

Mit Sauerampfer, Mangold und Roter Bete versteht er sich nicht so gut. Auf diese Beetnachbarn sollte somit verzichtet werden.

Man kann Spinat breitwürfig oder in Reihen (Abstand 20 bis 25 Zentimeter) aussäen. Bei den einzelnen Pflanzen sollte man auf 10 Zentimeter Verzug zueinander achten.

Es gibt verschiedene Spinatsorten, die eingepflanzt werden können:

  • Matador: Anbau im Herbst und Frühjahr, robust und geeignet für Überwinterung
  • Gamma: dunkelblättrig, blüht wie der Matador spät
  • Butterfly: kräftige, dunkle Blätter
  • Merlin F1: auch für den Sommeranbau geeignet

Merkmale und Herkunft des Spinats

Bei Spinat handelt es sich um eine krautige einjährige Pflanze, die kräftig grüne Blätter besitzt. Man zählt ihn zu den Langtagpflanzen.

In den Monaten Juni bis September geht er rasch über zur Blütenbildung. Von der Spinatpflanze existieren nicht nur weibliche und männliche Exemplare, sondern auch gemischtgeschlechtliche.

Die Spinatpflanze verfügt über eine stachelige Hülle, die leicht an dem Fell von Tieren hängen bleibt. Auf diese Weise kommt es zur Verbreitung der Pflanze. Es gibt ungefähr 50 Spinat-Kultursorten, die eine Wuchshöhe von 20-30 Zentimetern erreichen.

Man unterteilt den Spinat, je nach Termin der Aussaat, in

  • Frühlingsspinat
  • Sommerspinat
  • Herbstspinat und
  • Winterspinat.

Während sich die Blätter von Frühlings- und Sommerspinat gut für Salate eignen und roh verzehrt werden können, sind Herbst- und Winterspinat hingegen eher zum Blanchieren geeignet.

Ein Großteil der Spinaternte wird von der Lebensmittelindustrie als Tiefkühlware angeboten. In Deutschland liegt der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Spinat bei rund 800 Gramm.

Anbau

Man vermutet, dass Vorläufer des Spinats in Persien kultiviert wurden und später durch die Araber nach Spanien gelangten. Im Laufe der Zeit verbreitete sich der Echte Spinat immer mehr und verdrängte die verwandte Gartenmelde.

In der heutigen Zeit baut man ihn, abgesehen von den Tropen, fast überall auf der Welt an. Zu den wichtigsten europäischen Anbauländern zählen

Echten Spinat gibt es ausschließlich als Kulturpflanze. Wildvorkommen sind dagegen nicht vorhanden.

Zudem ist die Verwilderungstendenz sehr gering. Zu den wildwachsenen Pflanzen gehören dagegen die beiden anderen Spinatarten Spinacia turkestania und Spinacia tetranda, die man in Vorderasien und Zentralasien findet.

Große Popularität erlangte Spinat durch den Comic-Helden Popeye, der seine Superkräfte dem Genuss von Dosenspinat verdankt.

Zu guter Letzt wollen wir noch über ein paar typische Spinatmythen aufklären...

Spinat-Mythen aufgeklärt - von Superkräften, hohem Eisengehalt und giftigem Aufwärmen

Zum Thema Spinat wird viel erzählt. Wie oft bekommen Kinder z.B. zu hören: Iss Spinat, dann wirst Du stark! Doch was ist dran an den Spinat-Mythen?

Spinat macht stark

Beim Verzehr von Spinat muss wohl jeder an den starken Popeye denken. Diese Figur öffnet eine Dose Spinat, isst sie und bekommt postwendend extreme Kräfte. Mythos oder Wirklichkeit?

Sicher bekommt man keine übermenschlichen Kräfte, wenn man eine Portion Spinat isst. Dennoch ist es zwischenzeitlich erwiesen, dass im Spinat ein Wirkstoff enthalten ist, der mit Anabolika vergleichbar ist.

Regelmäßiger Verzehr von Spinat trägt also zum Muskelwachstum bei.

Und das auf eine deutlich gesündere Art und Weise als beim Schlucken chemisch hergestellter Muskelaufbaumittel.

Damit dem Menschen jedoch ähnlich große Muskeln wachsen wie bei der Comicfigur Popeye, genügt es nicht, nur hin und wieder Spinat zu essen. Man müsste ihn schon täglich verzehren und zwar in sehr großen Mengen.

Der Mythos, dass Spinat stark macht, ist somit wissenschaftlich erwiesen.

Spinat enthält besonders viel Eisen

Spinat ist gesund, weil er Vitamine, Eiweiß und Mineralstoffe enthält. Ein weiterer Mythos um den Spinat besagt, dass er einen sehr hohen Eisenanteil besitzt.

Eisen ist im Spinat definitiv enthalten, jedoch nicht in besonders hohen Mengen. Frischer Spinat enthält bei einer Menge von 100 Gramm nur 3,5 Milligramm Eisen.

Dass der Mythos um den hohen Eisengehalt im Spinat überhaupt entstanden ist, hat folgenden Grund: Ein Wissenschaftler hat vor etwa hundert Jahren eine Nährwerttabelle erstellt. Hier hat er sich jedoch beim Spinat um eine Kommastelle vertan, so dass dem Spinat ein deutlich höherer Eisenwert bescheinigt wurde, als er tatsächlich hat.

Spinat ist also in jedem Fall gesund, aber dennoch kein besonders guter Eisenlieferant.

Spinat soll man nicht aufwärmen

Neben den Superkräften und dem hohen Eisengehalt kursiert auch das Gerücht, dass Spinat nicht aufgewärmt werden darf. Grundsätzlich darf Spinat nochmals aufgewärmt werden, ohne dass hier gesundheitliche Bedenken bestehen. Dies gilt jedoch nur dann, wenn der Spinat nach dem ersten Kochen schnell abgekühlt und bis zum Wiederaufwärmen in den Kühlschrank gestellt wird.

Der Spinat kann am nächsten Tag bei großer Hitze erwärmt und bedenkenlos gegessen werden. Je länger der Spinat jedoch bei Raumtemperatur gelagert wurde, desto mehr gesundheitsgefährliches Nitrit wurde gebildet.

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  • Spinach © Nikola Bilic - www.fotolia.de

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