3. Mai 2006
Auch zwanzig Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl finden sich erhebliche Spuren von Radioaktivität in der deutschen Umwelt. Vor allem Bayern und Baden-Württemberg sind betroffen. "Bis heute kann dort Wild und alles, was im Wald wächst, belastet sein", erklärt Prof. Dr. Edmund Lengfelder, Strahlenbiologe an der Ludwig-Maximilians-Universität München, im Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau.
Am stärksten betroffen seien Wildschweine, die Eicheln, Bucheckern und Pilze, oft zusammen mit Nadelstreu vom Waldboden fressen. Lengfelder: "Darin steckt noch immer reichlich radioaktives Cäsium 137." Für den Menschen seien Beeren nicht problematisch, wohl aber Pilze.
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