23. Februar 2009
Von Andreas Hadel
Die mediterrane Küche gilt als eines der Musterbeispiele für eine gesunde und auf natürliche Lebensmittel basierende Ernährungsweise, die nicht nur Übergewicht, sondern auch zahlreiche Krankheiten vorbeugen kann. Im Zentrum der Mittelmeerspeisen steht fast immer natives Olivenöl, das deshalb im besonderen Interesse der Wissenschaft steht. Ernährungsexperten konnten am Ende des vergangenen Jahres nachweisen, dass Olivenöl in seiner reinsten Form sogar das Brustkrebsrisiko reduzieren kann.
In den jüngsten Forschungsarbeiten haben sich die Wissenschaftler darauf konzentriert, mehr über die Wirkung der in dem nativen Olivenöl enthaltenen Phenole auf HER-2-positive Brustkarzinome zu erfahren. Dafür extrahierten Sie die Phenole aus den Ölen und gaben sie einer Brustkrebszellkulturen bei.
Die Ergebnisse waren verblüffend. Alle wichtigen Phenole, wie zum Beispiel Secoiridoide und Lignane, induzierten Tötungsmechanismen in den HER-2-positive Zellen. Ferner scheinen sie auch die Ausbreitung einzudämmen. Die Forscher gehen davon aus, dass aus nativem Olivenöl extrahierte Phenole in Zukunft eine wichtige Rolle in der Behandlung von HER-2-positiven Tumoren spielen werden.
HER-2-Brustkrebs ist eine Krebsart, bei der das Krebsgeschwür positiv auf ein bestimmtes Protein namens HER-2 (Human Epidermal growth factor Receptor-2) getestet wird. Dieses Protein treibt das Tumorwachstum in sehr kurzer Zeit voran, weshalb Tumore dieser Art auch als sehr aggressiv gelten. Ungefähr jede dritte Brustkrebserkrankung führt auf eine HER-2-Mutation zurück. Diese Genmutation kann aber auch bei anderen Tumoren beobachtet werden, weshalb den neuesten Erkenntnissen eine sehr wichtige Bedeutung zu Gute kommt.
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