12. Dezember 2005
Er ist ein echter Klassiker zur Weihnachtszeit, der in der adventlich eingerichteten Stube selbst die härtesten Walnüsse auf dem Plätzchenteller öffnet: Der Nussknacker.
Woher kommt er eigentlich, der nützliche Geselle mit dem Schnauzbart?
Historisch betrachtet wurde der Nussknacker um das Jahr 1870 herum im Erzgebirge geboren. Damals stellten die hölzernen Männchen Soldaten, Gendarmen, Förster oder Könige da. Daher auch der oft etwas ernste bis grimmige Blick: Es handelte sich um Respektspersonen, die für Recht und Ordnung sorgten.
Laut einer Sage aus dem Erzgebirge jedoch lief es anders ab: So schnitzte damals ein Puppenschnitzer ein kleines Männchen für einen reichen und hartherzigen Bauern, der es satt hatte, seine Nüsse selbst zu knacken. Die nützlichen Dienste des Männleins rührten diesen so sehr, dass sein Herz weich wurde und er zu Weihnachten all seine Nüsse an die Dorfbewohner verschenkte. Der Puppenschnitzer fertigte in seiner neuen Werkstatt fortan wunderschöne Nussknacker für die ganze Welt.
Die Nussknacker, die heute von Hand gefertigt werden, sind zwischen 30 und 40 Zentimeter groß und enthalten bis zu 60 Einzelteile. Oft bestehen sie nicht nur aus Holz, sondern werden liebevoll mit Stoff, Leder, Fell und anderen Materialien ausgestattet. Und nach wie vor können sie natürlich eines mit Bravour: Nüsse knacken.
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