14. Juli 2010
Als Muscheln bezeichnet man eine Klasse der Weichtiere. Einige Arten sind für den Menschen essbar und werden zu den Meeresfrüchten gezählt.
Bei den Muscheln (Bivalvia) handelt es sich um eine Klasse der Weichtiere (Mollusca). Sie werden von den Menschen als Nahrungsmittel, Souvenir oder Perlenlieferant genutzt.
Muscheln werden aus einem Weichkörper und einem Gehäuse, das aus zwei Kalkschalen besteht, zusammengesetzt. Zu 80 Prozent leben Muscheln in Salzwasser, man findet sie aber auch in Süßwasser oder Brackwasser. Ihr Lebensraum reicht von der Arktis bis in die Tropen. Dabei befinden sich die Weichtiere auf dem Meeresgrund oder auf festen Oberflächen wie Steinen oder Felsen. Hauptsächlich ernähren sich die meisten Arten von Plankton. Dieses filtern sie mithilfe ihrer Kiemen aus dem Wasser. Die Lebenserwartung einer Muschel kann von einem Jahr bis zu ungefähr 300 Jahren betragen.
Einige Muschelarten dienen dem Menschen schon seit jeher als Nahrungsmittel und werden zu den Meeresfrüchten gezählt. Dazu gehören vor allem Miesmuscheln, Austern, Kammmuscheln, Venusmuscheln und Messermuscheln. In Europa werden pro Jahr rund 100.000 Tonnen Miesmuscheln verspeist. Gezüchtet werden Muscheln auf Muschelbänken an fast allen Küsten der Erde. Darüber hinaus verwendet man Muschelteile auch für die Herstellung von Schmuck.
Zusammen mit den Austern gehören die Miesmuscheln zu den wichtigsten Muscheln, die essbar sind. Bevorzugte Sorten sind die Mytilus edulis, die im Atlantischen Ozean sowie in Nord- und Ostsee zu finden ist und die Mytilus galloprovincialis, die im Atlantik und im Mittelmeer vorkommt. In Frankreich züchtet man Miesmuschelkulturen bereits seit dem 13. Jahrhundert an Holzpflöcken. Auch an der deutschen und niederländischen Küste werden sie kultiviert. Pro Jahr gelangen ca. 550.000 Tonnen in den Handel. 250.000 Tonnen davon stammen aus den Aquakulturen Galiciens (Nordwestspanien).
Austern werden von den Menschen bereits seit der Steinzeit genutzt. Während sie in Europa als besondere Delikatesse angesehen werden, sind sie in Asien weit verbreitet und relativ preisgünstig. Die wichtigsten Austernarten sind die Pazifische Auster, die einen Anteil von 93 Prozent am Weltmarkt hat sowie die Amerikanische Auster und die Europäische Auster. In Europa ist der Konsum an Austern durch die Gewässerverschmutzung jedoch deutlich zurückgegangen.
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