8. Juli 2010
Als Mungbohnen oder Mungobohnen bezeichnet man eine Hülsenfruchtart. Sie gehören zur Familie der Schmetterlingsblütler.
Mungbohnen sind eine Hülsenfruchtsorte. Sie zählen zur Familie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) und werden auch Mungobohnen, Lunjabohnen oder Jerusalembohnen genannt.
Die Mungbohne (Vigna radiata) ist verwandt mit verschiedenen anderen Feldfrüchten, wie z.B. der Urdbohne (Vigna mungo). Schon seit mehreren tausend Jahren baut man sie in Indien an. In der heutigen Zeit ist sie in ganz Südostasien zuhause und zählt dort zu den bedeutendsten Nutzpflanzen.
Bei den Mungbohnen handelt es sich um krautige einjährige Pflanzen, die zumeist aufrecht wachsen. Sie können Wuchshöhen von 30–150 Zentimetern erreichen. Manche Sorten wachsen auch halb kriechend oder windend. Die Stängel der Pflanze verfügen über eine starke Behaarung. Die Laubblätter sind mit 5–21 langen Stielen sowie dreiteiligen Blattspreiten ausgestattet. Die zwei- bis dreiteiligen Teilblätter erreichen eine Länge von ca. 5–16 Zentimetern und eine Breite von 3–12 Zentimetern. Die Teilblätter können sowohl schuppig behaart als auch unbehaart sein. Die Nebenblätter sind schildförmig und haben eine Länge von rund 10–18 Millimetern.
In der Regel kommt es an einem Fruchtstand der Mungbohne nur zur Entwicklung von zwei Hülsenfrüchten. Die zylindrischen Früchte sind rau und dunkelbraun behaart. Sie werden in der Regel vier bis zehn Zentimeter lang und erreichen einen Durchmesser von rund 0,5 Zentimetern. Werden die Mungbohnen reif, kommt es zu einer dunkelbraunen bis schwarzen Färbung. In jeder einzelnen Hülsenfrucht befinden sich etwa sieben bis zwanzig Samen. Diese zeichnen sich an der Hülse deutlich ab und erreichen die Größe einer Erbse. Ihre Form fällt verschieden aus und kann sowohl beinahe rund und prall als auch quadratisch abgerundet oder länglich sein. Die Farbe der Samen ist dunkelgrün, aber auch eine gelbe oder schwarze Farbe ist gelegentlich im Bereich des Möglichen.
Die wichtigsten Anbaugebiete der Mungbohnen liegen in Indien, China und Afrika. In Deutschland bietet man in der Regel grüne Mungbohnen als gekeimte Sojasprossen an. Man verkauft sie zudem unter der Bezeichnung Lunja. Mungbohnen sind hierzulande auch als Konserven erhältlich und werden vor allem aus Hong Kong und Thailand importiert.
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