13. September 2011
Auch in Deutschland gibt es Gen-Mais. Die überwiegende Zahl der Bauern baut den Mais jedoch auf herkömmliche Art an.
Nur wenige Betriebe in Deutschland bauen Gen-Mais an. Ursprünglich wollten dies deutlich mehr Bauern machen. Als ihnen jedoch bewusst wurde, wie groß die Ablehnung der Verbraucher bezüglich des Gen-Mais ist, griffen sie wieder auf den herkömmlichen Mais zurück.
Gentechnisch veränderter Mais ist daher so umstritten, weil in das Saatgut bestimmte Keime eingeschleust wurden, die den Mais unempfindlicher gegen Insekten und Umwelteinflüsse machen sollen. Letztlich nehmen wir – bewusst oder unbewusst - diesen Gen-Mais zu uns und wissen nicht, welchem Risiko wir dadurch ausgesetzt sind. Der Gen-Mais wird nicht nur zu verschiedenen Lebensmitteln verarbeitet, auch die Tiere erhalten ihn als Futter. Sämtliche tierischen Lebensmittel können dadurch beeinträchtigt werden. Gerade bei neueren Gen-Mais-Sorten ist oft noch zu wenig erforscht, welche Auswirkungen diese auf die Gesundheit des Menschen haben können.
Gen-Mais kann jedoch nicht nur negative Auswirkungen für uns Menschen haben. Auch die Tiere können darunter leiden. Neben den Tieren, die gentechnisch veränderten Mais als Futter zu fressen bekommen, sind auch andere Tiere und Insekten gefährdet. So z.B. die Schmetterlinge. Forschungen zufolge können sich bestimmte Raupen nicht zu Schmetterlingen entwickeln, wenn sie die Pollen von Gen-Mais gefressen haben. Allein hier sieht man, welche Auswirkungen der Gen-Mais haben kann und dass wohl die schlimmsten Folgen für Mensch und Tier noch gar nicht erforscht sind.
Bauern, die Gen-Mais anbauen, haben die Auflage, einen bestimmten Abstand zwischen ihrem Gen-Mais und den Feldern anderer Bauern einzuhalten, so dass die dort angebauten Pflanzen nicht vom gentechnisch veränderten Mais beeinflusst werden können. Ob dieser festgesetzte Mindestabstand jedoch ausreichend ist, die unerwünschte Verbreitung der gentechnisch veränderten Pflanzen zu verhindern, ist noch sehr umstritten.
Verbraucher sollten sich bezüglich Gen-Mais auf die Hinterfüße stellen und sich beim Kauf von Lebensmitteln angewöhnen, das Kleingedruckte zu lesen. Aber selbst wenn bei tierischen Produkten der Hinweis "ohne Gentechnik" vermerkt ist, so kann es dennoch sein, dass die Tiere gentechnisch verändertes Futter erhalten haben.
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