20. Januar 2005
Chili sollte in der Küche mit viel Fingerspitzengefühl verwendet werden. Die scharfe Schote hat nämlich die Eigenart, auf der Zunge die meisten anderen Aromen zu verdrängen. Das haben US-Wissenschaftler laut einem Bericht der Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau in einem Test mit Freiwilligen auch nachweisen können.
Chili überlagerte auf der Zunge süße und bittere Aromen sowie die Geschmacksstoffe von durchgebratenem Fleisch. Die Forscher haben auch eine Erklärung dafür: Während traditionelle Geschmacksrichtungen erst zum Gehirn geleitet werden, wirkt Chili direkt auf die Schmerzfühler im Mund. Das vermindert nach und nach die Fähigkeit, andere Aromen zu schmecken.
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