Anbau, Verwendung und Scoville-Grad von Peperoni und Sambal

Nahaufnahme rote Chili Schoten übereinander gelegt

Der Scoville-Grad liegt bei 100 bis 500 bzw. bei 1000 bis 10000

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  • von Paradisi-Redaktion

Peperoni sind eng mit Chilischoten verwandt, es gibt jedoch Unterschiede. Sambal ist eine Würzpaste aus Indonesien, die auch bei uns gerne verwendet wird.

Peperoni

Paprika, Peperoni und Chilischoten sind alle miteinander verwandt. Wenn man diese Zutaten beim Kochen verwendet, so sollte man aber doch den Unterschied kennen.

  • Die normalen Paprikaschoten sind Gemüsepaprika,
  • während Peperonischoten Gewürzpaprika sind.

Beides gibt es in den Farben rot, grün und gelb.

Paprikagewürz

Aus Peperoni wird das Paprikagewürz hergestellt, das man in jedem Supermarkt kaufen kann. Doch auch hier gibt es Unterschiede. So unterscheidet man den Delikatesspaprika, ein besonders mildes Gewürz, vom Rosenpaprika, der sehr scharf ist.

Dazwischen gibt es zwei sehr beliebte Paprikagewürze, das edelsüße und somit milde Paprikagewürz sowie das halbsüße und damit etwas pikantere Paprikagewürz.

Je nachdem, welche Sorte Peperoni man also hat, können sie durchaus so scharf wie Chilis, aber auch sehr mild sein.

Anbau

Bereits im 16. Jahrhundert kamen die Peperoni nach Deutschland und werden seitdem bei uns angebaut. Man kann sie sogar selbst im eigenen Gemüsegarten pflanzen.

Dazu sät man im Januar die Samen in einen Topf. Dieser Topf muss natürlich in einem warmen Raum stehen, damit die Samen keimen können.

Sobald es draußen keinen Nachtfrost mehr gibt, werden die Pflänzchen dort angepflanzt. Sie bevorzugen ein Gewächshaus oder eine sonnige und windstille Hauswand. Man kann sie auch sehr gut im Topf wachsen lassen, nicht zwingend müssen sie ins Gemüsebeet eingepflanzt werden.

Peperonipflanzen mögen kein Regenwasser, daher sollte man sie vor Regen schützen und nur von unten gießen. Düngen kann man sie mit Tomatendünger.

Sollten die Peperoni im Herbst noch nicht reif sein, es aber draußen schon empfindlich kalt werden, so kann man die Pflanzen im Topf im Haus an ein helles und warmes Fensterbrett stellen. So reifen die Peperoni im Zimmer weiter, bis sie geerntet werden können.

Verwendung

Geputzt werden Peperoni wie Paprika, man schneidet sie auseinander und entfernt die weißen Trennhäute. Das Putzen scharfer Peperoni kann sehr schmerzhaft sein, vor allem, wenn man sich versehentlich mit dem Finger ins Auge fasst. Daher gilt es: beim Putzen Handschuhe anziehen und anschließend gründlich Hände waschen.

Im Supermarkt hat man die Wahl zwischen frischen Peperonischoten und eingelegten im Glas. Frische Schoten kann man beispielsweise für das Würzen eines Gulaschs oder auch für Paprikaschnitzel verwenden.

Große Peperonischoten, die mild schmecken, können auch gut mit Reis oder Gemüse gefüllt werden. Scharfe Peperoni können auch anstelle von Chilischoten verwendet werden. Die im Glas eingelegten Peperonischoten ersparen dem Koch das Putzen. Man kann sie beispielsweise als Belag für eine Pizza verwenden.

Scoville-Grad

Als Faustregel kann man sich über Peperoni merken, dass die kleinen Schoten in der Regel schärfer als die großen sind. Hat man frische Peperoni gekauft oder selbst geerntet, so halten sie sich im Kühlschrank etwa eine Woche lang frisch.

Man kann den Geschmack scharfer Peperonisorte deutlich intensivieren, indem man die Kerne mitkocht. Wenn man diese entfernt, nimmt man den Peperoni einiges an Schärfe.

Bezüglich des Schärfegrades teilt man Peperoni im Bereich von 100 bis 500 Scoville-Grad ein. Zum Vergleich: Gemüsepaprika hat einen Scoville-Grad je nach Sorte zwischen 0 und 10.

Sambal

Sambal hingegen hat bereits einen Schärfegrad von 1000 bis 10.000 Scoville-Grad. Es handelt sich dabei um eine beliebte Würzpaste aus Indonesien, doch auch bei uns wird sie gerne verwendet. Sie ist in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich.

Die Paste wird auf der Grundlage von Chilischoten hergestellt. Dabei gibt es zwei grundsätzlich unterschiedliche Varianten dieses Gewürzes.

Verwendung

  • Bei Variante 1 wird die Paste mit kalten Zutaten zubereitet. Hier werden Chilischoten in Salz eingelegt und mit einem Mörser zerkleinert.

  • Bei Variante 2 werden Chilischoten, Tomaten, Knoblauch und Zwiebeln in Öl angebraten.

Das bei uns sehr bekannte Sambal Oelek gehört zur Variante 1, wird also aus kalten Zutaten hergestellt. Süßes Sambal, das aus gebratenen Zutaten hergestellt wird, ist beispielsweise Sambal Manis. In Indonesien das auch bei uns so beliebte Sambal Oelek als Dip verwendet, bei uns eher als scharfes Gewürz zum Kochen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Red Chili Pepper and green bell pepper © Douglas Freer - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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