11. April 2011
Viele Pflanzen und Kräuter schmecken nicht nur in Saucen und Salaten, sondern sie haben auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit und das Immunsystem. Sowohl der Geschmack als auch die Wirkung entfalten sich am besten, wenn die Kräuter ganz frisch sind.
Wo könnten die Kräuter frischer sein als direkt im eigenen Garten? Viele Menschen, die gern in der Küche stehen, würden selbst gerne eine kleine Kräuterhexe werden. Das ist auch gar nicht so kompliziert, zeit- oder platzraubend, wie häufig angenommen wird.
Doch selbst wer keinen Garten besitzt, kann sich eine ansehnliche kleine Kräutersammlung zulegen. Auch eine Ecke auf Terrasse oder Balkon sowie eine äußere Fensterbank bieten Platz für ein paar Pflanzen. Ideal ist für die meisten südländischen Gewächse ein sonniges Plätzchen - Thymian, Salbei, Rosmarin und Zitronenmelisse brauchen ausreichend Licht, um zu gedeihen. Ein Ort mit Südlage ist am besten geeignet, denn es sollte wenigstens halbtags die Sonne scheinen.
Allerdings gibt es auch Kräuter, die es eher schattig mögen und nicht zu viel direkte Sonneneinstrahlung vertragen. Baldrian, Lungenkraut, Bärlauch und Geranien fühlen sich auch im Schatten wohl.
Der Sonnenbedarf der einzelnen Pflanzen ist auch wichtig, wenn man im Garten eine Kräuterspirale anlegen möchte. Schatten- und Halbschattengewächse gehören in die unteren Etagen. Sie mögen es besonders feucht und sollten immer genug Wasser bekommen. Die "Sonnenanbeter" unter den Kräutern kommen in den oberen Bereich der Spirale, wo sie viel Licht abbekommen. Wer lieber klein anfangen möchte, sollte die Planzen in einzelnen Töpfen anlegen.
Wer seine Pflanzen nicht direkt kaufen und umtopfen, sondern selber säen möchte, muss dazu einige Regeln beachten. Wenn man sich nicht sicher ist, welche Saattiefe die Richtige ist, sollte man etwa das Drei- bis Fünffache der Samenlänge als Richtwert nehmen. Je nach Pflanze dauert es nun zwei bis drei Wochen, bis ein Keimen zu beobachten ist. In Einzelfällen geht es auch schneller. Die klassische Saatzeit ist das Frühjahr. Nach den Eisheiligen im Mai können die Töpfe dann ganztags nach draußen.
Wer Thymian, Rosmarin oder Salbei anpflanzt, sollte darauf Rücksicht nehmen, dass diese Pflanzen eine etwas andere Erdkonsistenz brauchen. Sie fühlen sich auf kargen Böden mit einem gewissen Sandanteil wohl. Fenchel, Kamille und Basilikum dagegen mögen gerne besonders nährstoffreiche Erde, die mit Humus angereichert ist.
Auch auf die Kombination der Pflanzen sollte geachtet werden. Einige Kräuter können problemlos koexistieren, andere behindern wechselseitig das Wachstum. So verträgt Fenchel sich nicht gut mit Koriander, Pfefferminze mag keine Kamille und Basilikum und Melisse werden auch keine Freunde.
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