Blumenkohl (z.B. Romanesco)

Blumenkohl kann man roh essen oder kochen. Diese Kohlsorte wächst auch in Deutschland, wird jedoch überwiegend in Frankreich und Italien angebaut.

Dieser Kohl wird gerne gekocht gegessen; er schmeckt aber auch überbacken sehr gut

Anbau

Blumenkohl wird bei uns professionell angebaut, jedoch nicht in so großem Umfang wie in anderen europäischen Ländern wie Italien und Frankreich. Doch auch bei unseren Hobbygärtnern wird fleißig Blumenkohl geerntet. Damit dieser gut wachsen kann, braucht er ein möglichst mildes Klima und vor allem viel Sonne.

Bei uns kann Blumenkohl ab April draußen gepflanzt werden, einige Wochen zuvor schon im Gewächshaus. In Ländern, in denen kein mildes Klima herrscht und man noch mit Frost rechnen muss, deckt man die Pflänzchen mit wärmendem Vlies ab. Im Hochsommer wird der Blumenkohl ebenfalls abgedeckt, wenn die Sonne zu heiß wird.

Da der Blumenkohl dem Boden viele Nährstoffe entzieht, sollte man auf einen guten Boden und ausreichendes Düngen achten. Besonders bei trockenem Wetter muss der Blumenkohl regelmäßig gegossen werden. Ist der Blumenkohlkopf etwa so groß wie ein Fußball, so kann bei uns zwischen Frühjahr und Herbst geerntet werden, in Ländern mit mildem Klima sogar das ganze Jahr hindurch.

Gesundheitswert und Zubereitungsmöglichkeiten

Blumenkohl ist eine sehr gesunde Kohlsorte. Er enthält

Außerdem sind

im Blumenkohl enthalten. 100 Gramm Blumenkohl enthalten nur etwa 23 Kalorien.

Wie jeder Vertreter der großen Gemüsekohl-Familie ist auch Blumenkohl ein überaus großzügiger Lieferant von Antioxidanten und Enzymen, die für Ihre Zellen schädliche freie Radikale neutralisieren. Eine Wirkung, die von der Medizin mit der Krebsprävention in Zusammenhang gebracht wird. Blumenkohl ist außerdem eine hervorragende Quelle von Vitamin C und Vitamin K, Folsäure und Ballaststoffen, Vitamin B5 und B6, Magnesium, Tryptophan und sogar von Omega-3-Fettsäuren.

Meistens wird der Blumenkohl gekocht gegessen. Wenn man ihn schonend gart, bleiben die meisten gesunden Inhaltsstoffe erhalten. Man kann den Blumenkohlkopf aber auch in "Röschen" zerteilen und dann dünsten. Wenn man übrigens etwas Milch ins Kochwasser gibt, so behält der Blumenkohl seine weiße Farbe.

Ein kleiner Tipp: Wenn sich der Nachwuchs ziert, etwas von diesem Power-Gemüse zu kosten, probieren Sie einmal, die Blumenkohl-Röschen roh als Snack zu servieren. Gemeinsam mit geschnittenen Äpfeln lässt sich daraus auch schnell ein Salat zum Abendbrot machen. Erstaunlicherweise bevorzugen gerade kleine Kinder Blumenkohl ungekocht.

Blumenkohl mit Sauce

Blumenkohl eignet sich sowohl als Hauptgericht als auch als Beilage. Besonders gut schmeckt er in Kombination mit einer Sauce Hollandaise. Man kann auch eine Sauce aus einem Teil des Kochwassers, Mehl, Butter, Eigelb, Salz und Zitronensaft herstellen.

Blumenkohl-Schnitzel

Auch bei Vegetariern beliebt ist das Blumenkohl-Schnitzel. Für die Panade benötigt man Eier, Mehl, Salz und zum Anbraten etwas Öl.

Bevor der Blumenkohl paniert werden kann, muss er in Salzwasser gekocht werden, bis er weich ist. Dann schneidet man ihn in kleine Stücke und paniert diese, ehe die vegetarischen Schnitzel in der Pfanne gebraten werden.

Überbackener Blumenkohl

Sehr gut schmeckt auch überbackener Blumenkohl. Auch hier muss der Blumenkohl zuerst in Salzwasser gekocht werden, ehe man mit der eigentlichen Zubereitung beginnen kann. Der Blumenkohl wird dann etwas zerkleinert, in eine Auflaufform gelegt und mit Muskatnuss gewürzt. Darüber werden verquirlte Eier gegossen und das Ganze in den Backofen geschoben.

Blumenkohl-Salat und -Suppe

Wer den Blumenkohl gerne roh essen möchte, kann daraus einen Salat machen. Zusammen mit

  • Mais
  • etwas Dill sowie
  • Salz und Pfeffer

und einer Salatsoße zum Beispiel aus

ergibt sich ein leckerer Salat.

Mit Frischkäse, Brühe und Sahne kann man aus dem Blumenkohl auch eine Suppe kochen. Dazu wird der Blumenkohl zuerst gekocht und sobald er weich ist, werden die restlichen Zutaten hinzugegeben und die Suppe püriert.

Blumenkohl-Gratin mit Ziegenkäse

Die Zutatenliste für vier Portionen

  • Ein großer oder zwei kleinere Blumenkohls, insgesamt in etwa 1,5 Kilogramm, in Röschen zerbrochen
  • Drei Teelöffel natives Olivenöl extra
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 150 Gramm frischer Ziegenkäse
  • Eine große Knoblauchzehe, halbiert
  • Fünf Teelöffel fettarmer Milch
  • Einen Teelöffel frisch gehackter Thymian oder einen halben Teelöffel mit getrockneten Thymian
  • 1/4 Tasse getrockneter Brotkrümel

Die Zubereitung

  1. Heizen Sie den Ofen vor und fetten Sie die Gratin-Schale mit Oliven-Öl ein.
  2. Verwenden Sie zum Garen der Blumenkohl-Röschen ein Dampfkörbchen. Bringen Sie das Wasser zum Kochen und decken Sie den Blumenkohl für eine Minute ab. Kippen Sie den Deckel für 15 Sekunden an, so das etwas Wasserdampf entweichen kann und die Röschen nicht zu wässrig werden. Decken Sie den Topf dann für weitere 6-8 Minuten ab. Sind die Röschen gar, spülen Sie sie mit kaltem Wasser ab, trocknen sie auf Küchenpapier und geben sie anschließend in die Gratin-Schale.
  3. Schmecken Sie den Blumenkohl mit Salz und Pfeffer ab und mengen Sie die beiden Teelöffel Öl und den Thymian unter. Verteilen Sie alles gleichmäßig in der Schale.
  4. Zerpressen oder zermahlen Sie den Knoblauch und rühren Sie ihn unter Zugabe von einem viertel Teelöffel Salz zu einer Paste. Geben Sie den Ziegenkäse und die fettarme Milch dazu und mixen Sie mit einer Küchenmaschine alles zu einer Masse. Verteilen Sie die Masse anschließend auf den Blumenkohl-Röschen.
  5. Vor dem Backen streuen Sie noch die Brotkrümel über die Masse. Stellen Sie die Gratin-Schale dann für 15-20 Minuten bei 200 Grad in den Ofen.

Blumenkohl in Salzwasser waschen

Vor dem Kochen sollte man den Blumenkohl immer gut waschen und ihn für etwa eine halbe Stunde in Salzwasser einlegen. So krabbeln sämtliche unliebsame Bewohner aus dem Blumenkohl heraus.

Der Romanesco

Eine bekannte und beliebte Form des Blumenkohls ist der Romanesco. Er sieht ganz anders aus als der weiße Blumenkohl - nämlich grün. Er besteht aus vielen kleinen grünen "Kegeln" und ist schon durch sein Aussehen ein "Hingucker". Ursprünglich stammt der Romanesco aus Rom, daher auch der Name.

Vitaminreiches Gemüse

Der Romanesco ist noch gesünder, er enthält noch mehr Vitamin C als Blumenkohl, des Weiteren

Auch er hat nur sehr wenige Kalorien.

Verwendung

Man kann diese besonders ansehnliche Kohlsorte im Supermarkt bzw. auf dem Gemüsemarkt kaufen. Dort erhält man sie meist noch mit den Blättern, woran man auch die Frische erkennen kann.

Die Blätter des Romanesco brauchen jedoch nicht weggeworfen werden, auch diese kann man zum Kochen gebrauchen. Sie enthalten viel Kalium und können zum Beispiel für eine Suppe verwendet werden.

Den Romanesco selbst kann man

  • als Salat oder
  • als frittiertes oder auch gekochtes Gemüse

essen. Soll der Romanesco als Beilage gereicht werden, kocht man ihn in einem großen Topf mit Salzwasser, bis er bissfest ist. Gerne wird er auch mit Butter oder einer Sauce Hollandaise serviert. Wenn er seine schöne grüne Farbe behalten soll, dann sollte man in das Salzwasser zusätzlich noch Zucker und Zitronensaft geben.

Romanesco nur kurze Zeit haltbar

Kann der Romanesco nicht sofort nach dem Kaufen verarbeitet werden, so sollte man ihn im Gemüsefach des Kühlschranks lagern. Allerdings hält er sich auch hier nur maximal drei Tage frisch.

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