1. Juli 2010
Als Kirschen bezeichnet man Steinfrüchte, die zur Familie der Rosengewächse gehören. Man unterteilt sie in Sauerkirschen und Süßkirschen.
Bei den Kirschen handelt es sich um Steinfrüchte, die zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehören. Sie werden in Sauerkirschen und Süßkirschen unterteilt.
Kirschen haben eine rundliche, ovale oder herzförmige Form. Ihre Farbe kann gelb, rot oder dunkelrot sein. In der Mitte der Früchte befindet sich der Kirschkern.
Zu der Gruppe der Süßkirschen (Prunus avium L.) gehören die Herzkirsche (ssp. juliana), die Knorpelkirsche (ssp. duracina) sowie die Wildform der Süßkirsche (ssp. avium). Die Bäume, an denen die Süßkirschen wachsen, erreichen eine Höhe von bis zu 20 Metern und sind mit einer breiten, kegelförmigen Krone ausgestattet. Süßkirschen der Wildform haben kleine Früchte, die zumeist bitter schmecken. Dagegen ist das Fruchtfleisch der Herzkirschen weich und saftig, weswegen sie sich gut zur Herstellung von Kirschsaft oder Kirschwasser eignen. Knorpelkirschen weisen ein festes Fruchtfleisch auf und lassen sich deshalb gut transportieren. Süßkirschen waren bereits den alten Griechen und Römern bekannt. Letztere brachten sie über die Alpen mit nach Germanien.
Die Sauerkirschen (Prunus cerasus L.) entstanden vermutlich in Osteuropa. Dabei wurden sie wiederholt mit der Steppenkirsche (Prunus fructicosa) gekreuzt. Sauerkirschen wachsen entweder an Sträuchern oder an bis zu zehn Meter hohen Bäumen. Die antike Bezeichnung der Sauerkirsche wird von dem griechischen Wort kerasos abgeleitet. Zu den Sauerkirschen gehören vor allem die Glaskirschen (var. cerasus) und die Süßweichseln (var. austera). Glaskirschen haben eine gelbe oder bunte Farbe sowie einen hellen Saft, der nicht färbt. Die Früchte der Süßweichsel sind dunkel und verfügen über einen rot färbenden Saft. Zur Unterart acida zählen die Schattenmorellen (Strauchweichseln), deren wohl bekannteste Sorte die Maraschka ist. Aus dieser stellt man den Maraschino-Likor her. Eine weitere Kirschart sind die so genannten Bastardkirschen. Dabei handelt es sich um eine Kreuzung aus Süßkirschen und Sauerkirschen. Ihre Bedeutung ist jedoch nur gering.
Kirschen werden auf der ganzen Welt in gemäßigten Klimazonen angebaut. Wichtigste Produzenten von Süßkirschen sind die Türkei, die Vereinigten Staaten von Amerika sowie Italien. Zu den bedeutendsten europäischen Erzeugern gehören neben Italien auch Frankreich, Deutschland, Spanien und Griechenland. In Deutschland kultiviert man Süßkirschen in erster Linie in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Der Anbau von Sauerkirschen erfolgt in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die heimische Kirschsaison dauert etwa neun Wochen von Anfang Juni bis Ende Juli oder Anfang August. Im Winter werden Kirschen aus Überseeregionen wie Südafrika, Argentinien, Chile, Neuseeland und Australien importiert.
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