30. Juni 2010
Als Joghurt bezeichnet man Milch, die durch spezielle Milchsäurebakterien verdickt wird. Er ist eine beliebte und nahrhafte Zwischenmahlzeit.
Bei Joghurt handelt es sich um Milch, die man durch spezielle Milchsäurebakterien verdickt. Erhältlich ist Joghurt entweder als Fruchtjoghurt in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen oder als Naturjoghurt ohne spezielle Zusätze, der einen säuerlichen Geschmack aufweist.
Der Begriff Joghurt stammt aus dem Türkischen, wo das Wort Yogurt gegorene Milch bedeutet. Seinen Ursprung hat der Joghurt auf dem Balkan. Dort stellte man ihn aus Ziegenmilch, Schafsmilch oder sogar Büffelmilch her. Seit 1907 wird Joghurt auch in Deutschland produziert und verkauft. Es dauerte jedoch bis in die 30er und 40er Jahre, bis der Konsum deutlich zunahm. Bis in die späten 60er Jahre hatte er allerdings den Ruf einer reinen Diätspeise. Mit der Einführung des Fruchtjoghurts gelang ihm jedoch der Durchbruch. Seitdem gehört er zu den gängigsten Lebensmittelprodukten, wobei er sich vor allem bei Frauen großer Beliebtheit erfreut.
Der Geschmack von Joghurt ist fein und zartsäuerlich. Hervorgerufen wird der Geschmack durch spezielle Milchsäurebakterien, die die Eigenschaft besitzen, die Milch nur teilweise gerinnen zu lassen. Dabei wird das Eiweiß Molke, welches in der Molke gelöst bleibt, von den festen Milchstoffen umhüllt, wodurch der typische frische Joghurtgeschmack entsteht.
Joghurt stellt man sowohl als Trinkjoghurt als auch als löffelfesten Joghurt her. Dabei unterscheidet man zwischen vier Fettgehaltsstufen. Dazu gehören Magermilch mit einem Fettgehalt von höchstens 0,3 Prozent, fettarme Milch mit einem Fettgehalt von 1,5–1,8 Prozent, Vollmilch mit 3,5–4 Prozent Fett sowie Sahnejoghurt, der aus Sahne hergestellt wird. Letzterer enthält mindestens 10 Prozent Fett.
Bei Joghurt handelt es sich um ein Naturprodukt aus Milch. Mit Ausnahme der Milchsäurebakterien sind keine weiteren Zutaten erforderlich. Allerdings behandelt man die Joghurts zumeist weiter, um ihre Haltbarkeit zu verlängern, andere Geschmacksrichtungen zu bekommen oder die Standfestigkeit zu verbessern. Zu diesem Zweck findet eine Anreicherung mit Zusätzen statt. Zu den verschiedenen Joghurtsorten gehören Fruchtjoghurt, Joghurt mit Bindemittel, der mit Stärke oder Gelatine verdickt wird, Joghurt mit Milcheiweiß, bei dem man Milcheiweiß für eine bessere Standfestigkeit beimischt, wärmebehandelter Joghurt, den man zweifach erhitzt, damit er länger haltbar ist sowie Probiotischer Joghurt, der mit neu gezüchteten Milchsäurebakterien angesetzt wird. Probiotischer Joghurt gilt auch als gesundheitsfördernd.
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