Sägehornbienen und Mauerbienen

Sägebhornbienen finden ihre Nahrung vorwiegend auf Zahntrostgewächsen, in Deutschland stehen sie auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. Mauerbienen leben als Solitärbienen und können je nach Art den Honigbienen sehr ähnlich sehen. Sie bauen ihre Nester in Mauern, Totholz oder im Boden.

Die Sägehornbiene lebt in sandigen Böden, Böschungen, Dünen sowie Kieskuhlen

Sägehornbiene

Die weibliche Sägehornbiene wird bis zu 1,1 Zentimeter lang, die männliche bis zu einem Zentimeter. Beide Geschlechter besitzen einen konvex geformten Kopfschild, der tiefe Punkte aufweist.

Der Halsschild des Weibchens ist schwarzrot behaart, die Behaarung der Hinterbeine erscheint heller. Bei den männlichen Tieren besitzen die Antennen eine braune Färbung, die Behaarung an den Hinterbeinen ist sehr kurz ausgeprägt, einige Hinterbeinsegmente sind unbehaart.

Sägehornbienen besitzen auf ihrem Hinterleib schmale weiße Haarbinden.

Ihren Namen erhielten die Sägehornbienen aufgrund der gesägten Ränder ihrer Fühler.

Die in Süd- und Mitteleuropa sowie in Asien beheimateten Sägehornbienen besitzen eine relativ kurze Zunge.

Nahrungssuche und Lebensräume

In den Monaten zwischen Juli und September sind sie auf Nahrungssuche unterwegs. Bevorzugt werden Zahntrostgewächse. Aber auch Augentroste, Hülsenfrüchtler und Lippenblütler werden angenommen.

Als Lebensraum eignen sich

  • sandige Böden
  • Kieskuhlen
  • Böschungen und
  • Dünen.

In diese gräbt die Biene ihre Gänge zur Anlage von Eiern. Pro Jahr wächst nur eine Generation heran. Aufgrund der immer knapper werdenden Lebensräume ist die Sägehornbiene vom Aussterben bedroht. Sie steht in Deutschland auf der Roten Liste.

Mauerbiene

Die Mauerbiene zählt zur Familie der Megachilidae, sie lässt sich in drei Gattungen unterteilen. Dies sind Hoplitis, Osmia und Hoplosmia. Weiterhin sind acht verschiedene Arten bekannt. Die Bienen leben weitestgehend als Einzeltiere, allerdings sind bei einigen Arten Vorstufen des Sozialverhaltens erkennbar. Die häufigste einheimische Art ist die Rote Mauerbiene.

Anatomische Besonderheiten

Die Rote Mauerbiene wird etwa einen Zentimeter lang und besitzt eine gedrungene Körperform. Auf den ersten Blick ähnelt sie der Hummel, zumal sie ebenfalls eine dichte und lange Behaarung besitzt. Diese schimmert beim jungen Tier rötlich.

Die beim Weibchen auf dem Kopfschild befindlichen Hörner sind leicht nach vorn gebogen, das Männchen hingegen weist besonders lange Fühler auf. Die Gesichtsbehaarung beim weiblichen Tier ist schwarz, beim männlichen Tier weiß. Ebenfalls typisch ist die gelbe bis rötliche Bauchbürste.

Lebensräume und Nestbau

Die Mauerbiene ist in Europa beheimatet, ebenfalls kommt sie in Nordafrika vor. In Deutschland ist sie in den Monaten April bis Juni in Waldlichtungen besonders häufig anzutreffen, die Art ist nicht vom Aussterben bedroht.

Die Nester werden in Hohlräumen angelegt, zu denen beispielsweise auch Mauerwände gehören. Einige Arten nisten im Boden und unter Steinen. Die Rote Mauerbiene ist in der Auswahl von Nistplätzen nicht besonders wählerisch, sie nimmt sogar Nisthilfen an. Die Gänge müssen röhrenförmig geformt sein.

Das Weibchen legt je nach Größe der Nisthöhle zwischen 20 und 30 Brutzellen an. Die Nahrung für die Larven wird aus den Blüten verschiedener Laubbäume, aus wilden und kultivierten Pflanzen gesammelt. Die Larven schlüpfen zu unterschiedlichen Zeiten, so dass die Insekten in sehr verschiedenen Entwicklungsstadien in der Brutzelle überwintern können.

Die Flugzeiten unterscheiden sich je nach Art.

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