30. Juni 2010
Als Hummer bezeichnet man eine spezielle Krebsart. Sie gelten als beliebte Delikatesse.
Bei den Hummern (Homaridae) handelt es sich um Panzerkrebse, die zu den langschwänzigen Bodenkrebsen (Astacura) gezählt werden, womit sie zu den Krustentieren gehören. Sie werden als schmackhafte Delikatesse angesehen.
Hummer leben vor allem in küstennahen, flachen und kühlen Regionen und bevorzugen felsenreiches Gelände. Die Farbe eines Hummers passt sich dem jeweiligen Untergrund an und reicht von Blau über Grünblau bis hin zu Schwarzviolett. Seiten und Unterseiten weisen zumeist eine orangegelbe bis braune Färbung auf. Außerdem sind sie mit dunkelfarbigen Sprenkeln versehen. Auffälligstes Merkmal des Hummers sind seine Scheren, die unterschiedlich groß sein können. Das Krustentier benutzt sie, um sich zu verteidigen oder Nahrung zu zerkleinern. Die Größe eines Hummers kann bis zu 70 Zentimeter betragen. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Die meisten Hummer werden maximal 30 Zentimeter groß und erreichen ein Gewicht von ca. einem Kilogramm. Die Tiere sind sehr langlebig und können bis zu 50 Jahre alt werden. Bei Hummern handelt es sich um Einzelgänger, die nachaktiv sind. Während des Tages verbergen sie sich unter Steinen oder in Hohlräumen. Ihre Ernährung besteht vorwiegend aus Muscheln, Fischen oder Aas. Zu ihren Lebensräumen gehören die amerikanische Ostküste, das Mittelmeer sowie Nord- und Ostsee.
Da Hummer als Delikatesse gelten, werden sie befischt, was allerdings stark reguliert geschieht. Die Hauptfangzeit liegt im Sommer. Damit es das ganze Jahr über ein Angebot an Hummern gibt, lagert man die Tiere in speziellen Behältnissen. Dabei handelt es sich um Holz- oder Plastikkisten, in denen man ein paar Dutzend Hummer unterbringt. Großhändler verfügen auch über Meerwasser-Bassins oder Tanks, in die bis zu 4000 Hummer hineinpassen. Da die Tiere während der Lagerung nichts fressen, müssen sie von ihren Reserven zehren, wodurch die Qualität der Hummer mit der Zeit jedoch abnimmt.
Da die Nachfrage an Hummern in Europa sehr groß ist und die Population der Tiere dort stark zurückgegangen ist, müssen sie aus Nordamerika importiert werden. Dazu zählt vor allem der amerikanische Hummer (Homarus americanus). Zu den Hummerreichsten Fanggebieten gehört die US-amerikanische Ostküste im Bundesstaat Maine. Dort fängt man die Tiere mit speziellen Reusen oder Körben ein, die aus stabilem Draht bestehen.
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