Allgemeines zum Hummer - Merkmale, Gesundheitswert und Verwendungsmöglichkeiten

Als Hummer bezeichnet man eine spezielle Krebsart. Sie gilt als beliebte Delikatesse.

Man kann ihn sowohl lebend, als auch tiefgekühlt erwerben

Bei den Hummern (Homaridae) handelt es sich um Panzerkrebse, die zu den langschwänzigen Bodenkrebsen (Astacura) gezählt werden, womit sie zu den Krustentieren gehören. Sie werden als schmackhafte Delikatesse angesehen.

Aussehen

Hummer leben vor allem in küstennahen, flachen und kühlen Regionen und bevorzugen felsenreiches Gelände. Die Farbe eines Hummers passt sich dem jeweiligen Untergrund an und reicht von Blau über Grünblau bis hin zu Schwarzviolett. Seiten und Unterseiten weisen zumeist eine orangegelbe bis braune Färbung auf. Außerdem sind sie mit dunkelfarbigen Sprenkeln versehen.

Auffälligstes Merkmal des Hummers sind seine Scheren, die unterschiedlich groß sein können. Das Krustentier benutzt sie, um sich zu verteidigen oder Nahrung zu zerkleinern. Die Größe eines Hummers kann bis zu 70 Zentimeter betragen. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Die meisten Hummer werden maximal 30 Zentimeter groß und erreichen ein Gewicht von ca. einem Kilogramm.

Die Tiere sind sehr langlebig und können bis zu 50 Jahre alt werden. Bei Hummern handelt es sich um Einzelgänger, die nachaktiv sind. Während des Tages verbergen sie sich unter Steinen oder in Hohlräumen. Ihre Ernährung besteht vorwiegend aus Muscheln, Fischen oder Aas.

Zu ihren Lebensräumen gehören

Hummerfang

Da Hummer als Delikatesse gelten, werden sie befischt, was allerdings stark reguliert geschieht. Die Hauptfangzeit liegt im Sommer. Damit es das ganze Jahr über ein Angebot an Hummern gibt, lagert man die Tiere in speziellen Behältnissen.

Dabei handelt es sich um Holz- oder Plastikkisten, in denen man ein paar Dutzend Hummer unterbringt. Großhändler verfügen auch über Meerwasser-Bassins oder Tanks, in die bis zu 4.000 Hummer hineinpassen. Da die Tiere während der Lagerung nichts fressen, müssen sie von ihren Reserven zehren, wodurch die Qualität der Hummer mit der Zeit jedoch abnimmt.

Große Nachfrage

Da die Nachfrage an Hummern in Europa sehr groß ist und die Population der Tiere dort stark zurückgegangen ist, müssen sie aus Nordamerika importiert werden. Dazu zählt vor allem der amerikanische Hummer (Homarus americanus). Zu den hummerreichsten Fanggebieten gehört die US-amerikanische Ostküste im Bundesstaat Maine. Dort fängt man die Tiere mit speziellen Reusen oder Körben ein, die aus stabilem Draht bestehen.

Inhaltsstoffe und Gesundheitswert

Hummer gelten als Delikatesse. Darüber hinaus verfügen sie über gesunde Inhaltsstoffe.

Inhaltsstoffe

Sie sind reich an wertvollen Mineralstoffen und Spurenelementen wie

Darüber hinaus enthalten sie

Weitere Inhaltsstoffe eines Hummers sind

Gesundheitliche Aspekte

Da in den Körpern toter Hummer sehr rasch Giftstoffe entstehen, die gefährliche Lebensmittelvergiftungen zur Folge haben können, bieten sie Fischhändler oftmals lebend an. Eine andere Variante ist gekochter und in Salzwasser tiefgefrorener Hummer.

Verwendung von Hummer in der Küche

Wer frischen Hummer bevorzugt, muss diesen vor dem Kochen fachgerecht töten. Dazu wird der Hummer mit dem Kopf in kochendes Wasser gelegt.

Andere Tötungsvarianten, die in verschiedenen Ländern üblich sind, wie zum Beispiel ein Stich mit dem Messer oder lebendiges Einfrieren, sind in Deutschland verboten.

Kochen im Fond

Damit der Hummer geschmacklich nicht ausgelaugt wird, sollte ein eigener Fond zubereitet werden, wozu man

verwendet. Gekocht wird der Hummer, bis es zu einer rötlichen Verfärbung seines dunkelblauen Chitinpanzers kommt. Danach wird er abgekühlt serviert. Detailliertere Informationen zur Hummerzubereitung erhalten Sie hier. Die Hummerpanzerstücke, die man als Karkasse bezeichnet, eignen sich auch für das Zubereiten von Hummersauce oder Hummerbutter.

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  • Meeresfrüchte mit Spargelspitzen © HLPhoto - www.fotolia.de

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