24. Juni 2010
Als Gurken bezeichnet man eine Fruchtgemüseart. Sie gehören zur Familie der Kürbisgewächse.
Die Gurken zählen zu den beliebtesten Gemüsearten. Dabei handelt es sich um grüne, längliche Früchte, die zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) gehören. Man unterscheidet zwischen Salatgurken und Einlegegurken.
Bei der Gurke (Cucumis sativus) handelt es sich um eine einjährige Pflanze, die eine Länge von ein bis vier Metern erreicht. Sie ist sehr frostempfindlich und benötigt Temperaturen von wenigstens 15 Grad Celsius. Die Blütezeit der Pflanze erfolgt in Europa in den Monaten Juni bis August. Bestäubt wird sie durch Insekten wie Bienen und Grabwespen. Die essbare Frucht der Pflanze gehört zu den Panzerbeeren. Die äußere Fruchthülle hat eine grüne Farbe und erreicht eine Länge von 10–60 Zentimetern. Die Form der Gurkenfrucht weist eine unterschiedlich starke Krümmung auf und ihre Oberfläche ist warzig oder glatt. Das Fruchtfleisch besitzt zumeist eine weiße Farbe, bei bestimmten Sorten kann es auch Orangefarbig sein. Zur Reifezeit kommt es bei den Gurken zu einer grünen oder gelben Farbe. Normalerweise ist eine Gurke mit drei zweiteiligen Fruchtfächern ausgestattet. Diese tragen zahlreiche kleine Samen in sich. Nur die Sorte Lemon, die eine gelbe Farbe hat, besitzt fünf Fruchtfächer.
Der Ursprung der Gurken wird in Indien vermutet. Von dort aus gelangte sie nach Griechenland und weiter nach Rom, wo sie sich großer Beliebtheit erfreute. Bis sie ihren Weg nach Deutschland fand, dauerte es jedoch bis in Jahr 1500. Heutzutage werden die Gurken weltweit angebaut. Zu den Hauptanbaugebieten gehören China, die USA, der Iran und die Türkei. In gemäßigten Breiten werden jedoch unter Glas die höchsten Erträge erzielt. Zu den wichtigsten Produzenten frischer Gurken zählen Griechenland, Spanien, Bulgarien und die Niederlande. Die Saison für Freilandgurken liegt zwischen Mitte Juni und Mitte September. Gurken, die in Gewächshäusern angebaut werden, sind ganzjährig auf dem Markt erhältlich.
Beim Gurkenanbau unterscheidet man zwischen zwei Sorten. Dies sind die Salatgurke und die Einlegegurke. Salatgurken baut man vorwiegend unter Glas, also im Gewächshaus, oder unter Folie an. Sie werden auch Schlangengurken genannt und erreichen eine Länge von 25-30 Zentimetern und ein Gewicht von ca. 500 Gramm. Eine beliebte Variante der Salatgurke ist die so genannte Minigurke, die 15 Zentimeter lang wird. In Deutschland verzehrt man jedes Jahr rund 4,7 Kilogramm Salatgurken pro Kopf. Im Gegensatz zu den Salatgurken, werden die Einlegegurken größtenteils im Freien angebaut. Sie erreichen eine Länge von rund 9–12 Zentimetern, wenn sie geerntet werden. Angeboten werden sie als Gewürzgurken, Essiggurken, Delikatessgurken oder saure Gurken. Die kleinsten Einlegegurken weisen eine Länge von 6–9 Zentimetern auf und werden als Cornichons bezeichnet. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Einlegegurken in Deutschland liegt pro Jahr bei ca. 1,3 Kilogramm.
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