Granatapfel ist gesund: Nährwerte wie Kalorien & Vitamine

Als Granatäpfel oder Grenadinen bezeichnet man die Scheinbeerenfrüchte des Granatapfelbaums. Sie stammen ursprünglich aus Asien. Der Granatapfel weist eine Menge gesunder Inhaltsstoffe auf und hilft sogar bei bestimmten unterschiedlichen Beschwerden. In der Küche können sie vielfältig verwendet werden. Lesen Sie über die gesundheitlichen Vorzüge von Granatäpfeln und holen Sie sich Tipps zur Zubereitung.

Vorzüge und Verwendung von Granatäpfeln

Gesunder Granatapfel - Nährwerte, Kaloriengehalt und Co.

Bei den Granatäpfeln, die man auch als Grenadinen bezeichnet, handelt es sich um wohlschmeckende und gesunde Scheinbeerenfrüchte. Sie gehören zur Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae).

Nährwerte und Kalorien des Granatapfels

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Nährwerte des Granatapfels.

Nährwerte pro 100 Gramm Guave
Durchschnittliche Nährwertein 100 g essbarem Fruchtanteil
Kilokalorien74 kcal
Energie316 kJ
Protein0,7 g
Kohlenhydrate16,1 g
Fette0,6 g
Ballaststoffe2,2 g
Wasser79 g

Inhaltsstoffe und Gesundheitswert des Granatapfels

Granatäpfel schmecken köstlich und sind auch gesund. Sie enthalten diverse gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe wie zum Beispiel

  • Polyphenole
  • Flavonoide
  • Anthocyane und
  • verschiedene Säuren.

Die Frucht enthält außerdem

Des Weiteren schreibt man den Früchten gesundheitsfördernde Wirkungen zu. So wirken sie blutdrucksenkend und entzündungshemmend. Sie sollen einen positiven Effekt bei

haben. Wissenschaftlich belegt ist diese These jedoch noch nicht. Der Granatapfelsaft gilt als lindernd bei fieberhaften Erkrankungen oder Magenschmerzen und hat eine antioxidative Wirkung. Zudem setzt man den Granatapfel auch als Aphrodisiakum ein.

In den letzten Jahren wurden mehr als 200 positive Studien über die Wirkung des Granatapfels in anerkannten Fachzeitschriften veröffentlicht. Demnach soll der Granatapfel unter anderem auch hilfreich bei

sein. Das in den Samen des Granatapfels enthaltene Öl eignet sich besonders für beanspruchte oder reife Haut. Allerdings sollte es nur in einer Mischung mit anderen Ölen verwendet werden, da es trotz seiner pflegenden Eigenschaften auch austrocknend wirken kann.

Granatäpfel während der Schwangerschaft

Eine besondere Bedeutung kommt dem Granatapfel in der Schwangerschaft zu. So haben Studien ergeben, dass der Verzehr von Granatäpfeln von Schwangeren das Risiko eines Gehirnschadens beim Neugeborenen verringern kann.

Verwendung von Granatäpfeln in der Küche

Granatäpfel erfreuen sich in vielen Ländern großer Beliebtheit. Man kann sie auch als Zutat für verschiedene Gerichte verwenden. Im Kühlschrank sind sie mehrere Monate haltbar.

Serviertipps: Den Granatapfel öffnen und entkernen

Im Gegensatz zum herkömmlichen Apfel ist die Schale des Granatapfels ungenießbar und sehr hart. Um die Frucht zu verspeisen, muss man sie also aufschneiden. Das Öffnen und Entkernen eines Granatapfels ist nicht schwierig, wenn man weiß, wo man anfangen soll.

Kann man die Kerne vom Granatapfel mitessen?

Die kleinen Kerne des Granatapfels sind genießbar. Man kann sie pur essen oder Desserts und Salate damit verfeinern. Auch im Saft kommen sie gut zur Geltung.

Granatapfel Muttersaft

Im Handel gibt es auch fertigen Saft, der als Granatapfel Muttersaft bezeichnet wird. Es handelt sich um 100%igen Direktsaft, sodass auch in dieser Verzehrform die ganze positive Wirkung der Frucht wahrgenommen werden kann.

Marmelade, Smoothies und Co. - Verwendungsmöglichkeiten des Granatapfels

Der Saft lässt sich natürlich einfach pur trinken, aber auch samt Samenhüllen für diverse Gerichte, wie zum Beispiel

verwenden. Mit dem Fruchtfleisch können auch Geflügel- oder Wildgerichte verfeinert werden.

Aus den Granatapfelkernen kann auch ein Kuchen gebacken werden. Die Kerne werden dazu wie zum Beispiel Heidelbeeren oder Johannisbeeren verarbeitet.

Einige Granatapfelkerne kann man nach dem Backen des Kuchens als Zierde auf dem Kuchen verteilen. Beim Zubereiten der Granatäpfel sollte man jedoch beachten, dass die Gerbsäure, die sich in den Früchten befindet, Flecken auf der Kleidung verursachen kann, die sich nur schwer wieder entfernen lassen.

Als Beilage zu Lamm

Granatapfel ist somit vielseitig verwendbar und sehr gesund. Ein besonderes Geschmackserlebnis erhält man, wenn man den Granatapfel wie bereits erwähnt mit Wildgerichten oder auch mit Lamm kombiniert.

Man kann aus dem Granatapfel etwas Besonders zaubern, indem man die Kerne der einen Hälfte des Granatapfels sowie den Saft der anderen Hälfte zu einer Sauce verarbeitet und dann zu Lammfleisch serviert.

Das Lammfleisch wird dazu in einer Pfanne gebraten und dann herausgenommen. In den Bratensud gibt man

und würzt das Ganze mit Salz und Pfeffer sowie Zucker. Nun kann die Sauce zusammen mit dem Lammfleisch serviert werden.

Die Kerne sowie den Saft des Granatapfels kann man jedoch auch in Kombination mit einem Lammragout verwenden und beides in einem Schmortopf zusammen mit weiteren Zutaten wie zum Beispiel Knoblauch, Gewürzen, Zwiebeln und natürlich dem Fleisch kochen lassen.

Kombination mit Wildgerichten

Auch zu Wild passt der Geschmack des Granatapfels vorzüglich. Hier kann man die Kerne des Granatapfels beispielsweise mit Rehgulasch kombinieren. Das Gulasch wird normal gekocht und abgeschmeckt. Zum Schluss werden die Kerne eines Granatapfels hinzugegeben. Das Rehgulasch kann serviert werden, wenn die Granatapfelkerne warm sind.

Auch zu Wildschweinfleisch kann man Granatapfel servieren. Das Fleisch wird im Ofen gedünstet. Aus dem Bratensaft stellt man zusammen mit Granatapfelsaft und Orangensaft sowie Brandy eine Sauce her, die man anschließend würzt und einige Kerne des Granatapfels unterrührt. Der Wildschweinbraten wird in Scheiben geschnitten und mit der Sauce serviert.

Der besondere Geschmack des Granatapfelsaftes sowie der Kerne verfeinert viele unterschiedliche Fleischgerichte und gibt ihnen - ohne großen Aufwand - eine exklusive Note. Derartige Gerichte eignen sich besonders für Festtage, an denen man der Familie und/oder den Freunden etwas Besonderes kochen möchte.

Tipps zum Kauf von Granatäpfeln

Beim Kauf von Granatäpfeln sollte man darauf achten, dass sie wirklich reif sind. Je roter die Schale ist, desto reifer ist der Granatapfel.

Im Gegensatz zu vielen anderen Früchten reift ein Granatapfel zu Hause nicht nach. Wird er also zu früh geerntet, ändert sich der saure Geschmack auch nicht mehr.

Wie viel Granatapfel pro Tag?

Die Inhaltsstoffe des Granatapfels können auch in Form von Kapseln oder als Saft bei medizinischer Indikation eingenommen werden. Je nach Anwendungsgebiet sind dabei unterschiedliche Dosierungen zu empfehlen:

  • Arteriosklerose: 500 mg Polyphenole aus Granatapfel pro Tag
  • zweimal täglich etwa 150 ml Granatapfelsaft
  • Herz-Kreislauf-Empfehlungen: täglich mindestens 250 ml Granatapfelsaft oder 600 mg Kapseln
  • Demenz und Schlaganfall: mindestens 500 mg
  • Prostatabeschwerden: mindestens 500 mg

Merkmale und Anbau des Granatapfels

Der Granatapfel (Punica granatum) wächst an einem sommergrünen kleinen Baum, der auch oftmals als Strauch kultiviert wird. Die Höhe des Granatapfelbaums, der mehrere hundert Jahre alt werden kann, liegt bei etwa fünf Metern. Er erreicht eine Breite von rund drei Metern.

Die Länge der Blattstiele liegt bei zwei bis zehn Millimetern und die glänzenden Laubblätter erreichen eine Länge von zwei bis zehn Zentimetern sowie eine Breite von ein bis zwei Zentimetern. Die Farbe der Blüten variiert von hellgelb bis orangerot.

Die Frucht des Baumes ähnelt von der Form einem herkömmlichen Apfel. Sie hat zunächst eine grüne Farbe und wird dann orangerot. Weil das Fruchtfleisch des Granatapfels nicht fleischig ist, sieht man ihn auch als Grenzfall zu einer Beere an.

Das Fruchtfleisch erreicht einen Durchmesser von ungefähr zehn Zentimetern. Durchzogen wird es von zahlreichen Wänden, wodurch sich viele Kammern bilden, die die ca. 15 Millimeter großen Samen beherbergen. Diese werden von einem Samenmantel umgeben, der jedoch bei Druck schnell zerplatzt. In der Regel enthält ein Granatapfel ca. 400 Samen.

Ernte und Herkunft des Granatapfels

Geerntet werden die Granatäpfel zwischen September und Dezember. Sie müssen reif geerntet werden, da sie nicht mehr nachreifen. Reife Früchte haben einen metallischen Klang. Ihre Schale und ihren Saft benutzt man traditionell als Farbstoff für Orientteppiche, indem man sie kocht und dadurch eine schwarze Tinte erhält. Grenadinesirup benutzt man für verschiedene Cocktails, wie zum Beispiel Tequila Sunrise.

Das Verbreitungsgebiet der Granatäpfel reicht von der Türkei bis zum Himalaya. Im Nahen Osten und im Mittelmeerraum wird er bereits seit Jahrhunderten kultiviert. In Indien baut man ihn zudem als Gewürz an.

Die alten Römer gaben ihm den lateinischen Namen Punica. Durch den spanischen Kolonialismus fand der Granatapfel schließlich auch den Weg nach Lateinamerika und in die Karibik. In der heutigen Zeit gehören Länder wie

zu den wichtigsten Anbaugebieten der Granatäpfel. Obwohl es zahlreiche unterschiedliche Sorten gibt, ist dies für den Handel nicht von Bedeutung.

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