24. Juni 2010
Als Granatäpfel oder Grenadinen bezeichnet man die Scheinbeerenfrüchte des Granatapfelbaums. Sie stammen ursprünglich aus Asien.
Bei den Granatäpfeln, die man auch als Grenadinen bezeichnet, handelt es sich um wohlschmeckende und gesunde Scheinbeerenfrüchte. Sie gehören zur Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae).
Der Granatapfel (Punica granatum) wächst an einem sommergrünen kleinen Baum, der auch oftmals als Strauch kultiviert wird. Die Höhe des Granatapfelbaums, der mehrere hundert Jahre alt werden kann, liegt bei etwa fünf Metern. Er erreicht eine Breite von rund drei Metern. Die Länge der Blattstiele liegt bei zwei bis zehn Millimetern und die glänzenden Laubblätter erreichen eine Länge von zwei bis zehn Zentimetern sowie eine Breite von ein bis zwei Zentimetern. Die Farbe der Blüten variiert von hellgelb bis orangerot. Die Frucht des Baumes ähnelt von der Form einem herkömmlichen Apfel. Sie hat zunächst eine grüne Farbe und wird dann orangerot. Weil das Fruchtfleisch des Granatapfels nicht fleischig ist, sieht man ihn auch als Grenzfall zu einer Beere an. Das Fruchtfleisch erreicht einen Durchmesser von ungefähr zehn Zentimetern. Durchzogen wird es von zahlreichen Wänden, wodurch sich viele Kammern bilden, die die ca. 15 Millimeter großen Samen beherbergen. Diese werden von einem Samenmantel umgeben, der jedoch bei Druck schnell zerplatzt. In der Regel enthält ein Granatapfel ca. 400 Samen.
Geerntet werden die Granatäpfel zwischen September und Dezember. Ihre Schale und ihren Saft benutzt man traditionell als Farbstoff für Orientteppiche, indem man sie kocht und dadurch eine schwarze Tinte erhält. Grenadinesirup benutzt man für verschiedene Cocktails, wie z.B. Tequila Sunrise.
Das Verbreitungsgebiet der Granatäpfel reicht von der Türkei bis zum Himalaya. Im Nahen Osten und im Mittelmeerraum wird er bereits seit Jahrhunderten kultiviert. In Indien baut man ihn zudem als Gewürz an. Die alten Römer gaben ihm den lateinischen Namen Punica. Durch den spanischen Kolonialismus fand der Granatapfel schließlich auch den Weg nach Lateinamerika und in die Karibik. In der heutigen Zeit gehören Länder wie Israel, Zypern, Spanien, Italien, der Iran, Afghanistan und die USA (Kalifornien) zu den wichtigsten Anbaugebieten der Granatäpfel. Obwohl es zahlreiche unterschiedliche Sorten gibt, ist dies für den Handel nicht von Bedeutung.
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