Granatäpfel Artikel
Der Granatapfel als Symbol der Fruchtbarkeit
Von K. Schumann
Dem Granatapfel, auch Grenadine genannt, wird aufgrund seiner vielen Samen überall auf der Welt als Fruchtbarkeitssymbol verstanden. Doch um die breit gefächerte Wirkung des Granatapfels wissen nur wenige.
Der Granatapfelbaum (Punica granatum) gehört zur Familie der Weiderichgewächse. Der sommergrüne, bis fünf Meter hohe Baum ist in West- und Mittelasien heimisch. Doch auch im Mittelmeerraum wird der Granatapfelbaum heutzutage angepflanzt. Während der Blütezeit im Frühjahr und Sommer trägt der Baum orangerote bis hellgelbe glockenförmige Blüten.
Die apfelähnlichen orangeroten Früchte, die einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimeter erreichen können, werden zwischen Oktober und Dezember geerntet. Im Inneren der Frucht befinden sich mehrere mit Samen gefüllte Kammern. Die Samen sind von einem rotfleischigen, saftigen Samenmantel umgeben. Granatäpfel müssen reif geerntet werden, da sie nicht mehr nachreifen. Reife Früchte haben einen metallischen Klang. Im Kühlschrank sind sie mehrere Monate haltbar.
Die Samen können mit den Fingern oder einem Löffel aus der Frucht gelöst werden. Desweiteren kann der Saft durch ein kleines Loch auch direkt aus der Frucht getrunken werden. Der Geschmack des Granatapfels harmoniert gut mit Wild- und Geflügelgerichten. Auch im Obstsalat ist er ein Genuss.
Der Granatapfel enthält diverse gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Polyphenole, Flavonoide, Anthocyane und verschiedene Säuren. Er ist reich an Vitaminen (vor allem Vitamin C), Kalium, Kalzium und Eisen.
Granatapfelsaft oder andere Granatapfelzubereitungen wirken antioxidativ, antikanzerogen, entzündungshemmend und schützen vor freien Radikalen. Das in den Samen des Granatapfels enthaltene Öl eignet sich besonders für beanspruchte oder reife Haut. Allerdings sollte es nur in einer Mischung mit anderen Ölen verwendet werden, da es trotz seiner pflegenden Eigenschaften auch austrocknend wirken kann.
In den letzten Jahren wurden mehr als 200 positive Studien über die Wirkung des Granatapfels in anerkannten Fachzeitschriften veröffentlicht. Demnach soll der Granatapfel unter anderem hilfreich bei Arteriosklerose, Bluthochdruck, bakteriellen und viralen Infektionen sowie Diabetes mellitus sein.