Winterportulak - Anbau, Pflege und Verwendung

Salat mit Hähnchenstreifen in hoher, quadratischer Schale mit Unterteller und grüner Serviette

Aussaat, Anwendungsgebiete und Inhaltsstoffe des Gewöhnlichen Tellerkrauts

Als Winterportulak wird das Gewöhnliche Tellerkraut bezeichnet. Die Pflanze zählt zum Wintergemüse.

Beim Winterportulak handelt es sich um ein Kraut, das unter verschiedenen Namen bekannt ist. Dazu gehören Gewöhnliches Tellerkraut (Claytonia perfolatia), Winterpostelein und Kuba-Spinat. Die Pflanze stammt aus der Familie der Montiaceae und gehört zur Gattung der Tellerkräuter (Claytonia).

Vorkommen

Der Winterportulak bzw. das Gewöhnliche Tellerkraut ist an der Küste sowie im Gebirge von Nordwestamerika beheimatet. Dazu gehören die Gebiete von Südalaska über das kanadische British Columbia bis hin nach Mittelamerika. Besonders häufig anzutreffen ist der Winterportulak im US-Bundesstaat Kalifornien, genauer gesagt im San Joaquin Valley sowie im Sacramento Valley.

Seit einigen Jahren baut man den Winterportulak auch in West- und Mitteleuropa an. In Mitteleuropa kommt das Gewöhnliche Tellerkraut vornehmlich im nordwestlichen Tiefland vor. Weitere Vorkommen sind in Argentinien, Australien und Neuseeland zu finden.

Zu seinen Wuchsorten gehören Äcker sowie Unkrautflure, deren Lebensdauer jedoch nur kurz ausfällt.

Landschaft mit Äckern und Feldern
Winterportulak wächst vornehmlich auf Äckern

Merkmale des Winterportulak

Der Winterportulak ist eine einjährige fleischige Pflanze. Die Wuchshöhen des Gewöhnlichen Tellerkrauts liegen zwischen 10 und 30 Zentimetern. Während die ersten Grundblätter die Form eines Eis haben und lang gestielt sind, kommt es bei den späteren Blättern paarweise zum Zusammenwachsen unter dem Blütenstand. Die Hochblätter weisen einen Durchmesser von bis zu 30 Millimetern auf.

In den Monaten Februar bis Juni zeigen sich die Blüten des Winterportulak. Dabei bilden sie Gruppen, die zwischen 5 und 40 einzelne Blüten umfassen. Die Kronblätter haben eine Länge zwischen 2 und 4 Millimetern.

Für die Fortpflanzung des Gewöhnlichen Tellerkrauts sorgt die Selbstbestäubung. Ein beliebter Lebensraum ist der Winterportulak vor allem für Schmetterlinge.

Inhaltsstoffe

In den Blättern des Winterportulak sind einige wertvolle Inhaltsstoffe enthalten. Dazu zählen:

Außerdem kommt im Unterschied zu anderen Salatpflanzen nur wenig unerwünschtes Nitrat im Gewöhnlichen Tellerkraut vor.

Aussaat

Da der Winterportulak Temperaturen von mehr als 12 Grad Celsius nicht verträgt, erfolgt seine Aussaat in den kälteren Monaten, frühestens jedoch im September oder Oktober. Es ist möglich, das Saatgut bis in den März auszubringen. Aus diesem Grund wird das Gewöhnliche Tellerkraut auch Winterportulak genannt.

Als gute Stelle für den Anbau des Winterportulak gilt ein geschützter und schattiger Platz auf dem heimischen Balkon. Als ideal wird allerdings ein kleines Gewächshaus angesehen.

Gewächshaus im Garten
Winterportulak am besten im Gewächshaus anbauen

Da sich der Winterportulak als überaus genügsam erweist, benötigt er nur Erde, die nicht zu reich an Nährstoffen ist. Auch auf Nahrungsergänzungen durch Dünger kann die Pflanze verzichten.

Für die Aussaat werden die Samen im Abstand von 10 bis 15 Zentimetern 0,5 bis 1,0 Zentimeter tief unter der Erde ausgebracht. Das Keimen des Winterportulak erfolgt bei Temperaturen von 8 bis 12 Grad Celsius nach 2 bis 3 Wochen. Nach etwa 6 bis 8 Wochen beginnt die Erntezeit. Danach ist weiteres Nachsäen möglich.

Es wird empfohlen, den Winterportulak mit einem schützenden Vlies zu versehen. Außerdem sollte man die Pflanze noch vor ihrer Blüte abernten. Nach der Blüte ist die Erntezeit vorbei.

Pflege

Die Pflege des Winterportulak gestaltet sich einfach, wenn er in seinem Gefäß oder Beet Wurzeln geschlagen hat. So genügen der Winterpflanze grundsätzlich Regen und Schnee, befindet sie sich jedoch in einem Pflanzengefäß, muss sie regelmäßig gegossen werden.

Nach der Aussaat jätet man alle zwei bis drei Tage das Unkraut. Düngen ist dagegen nicht notwendig.

Verwendung

Der Winterportulak zählt zu den eher unbekannten Salatsorten. Während sich junge Blätter und Blüten auch roh verspeisen lassen, ist es ratsam, ältere Blätter vor dem Essen zu kochen.

In ihrem Geschmack erinnern die Salatblätter an Feldsalat, haben allerdings weniger Aroma. In gekochter Form ähnelt ihr Geschmack dem von Spinat.

Zum Kochen gart man die Blätter und Stängel solange in etwas Wasser, bis sie zart genug sind. Gibt man etwas Butter und einige Gewürze hinzu, ähnelt der Geschmack auch den Wasserkastanien.

Kochtopf auf Herd
Stängel und Blätter im Wasser garen

Lagerung

Um den frischen Winterportulak zu lagern, empfiehlt es sich, die fleischigen Blätter in eine Schüssel zu geben und diese mit einem feuchten Tuch abzudecken. Bei Temperaturen zwischen 2 bis 4 Grad Celsius lassen sie sich dann bis zu sechs Tage lang in einem Kühlschrank aufbewahren.

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Quellenangaben

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Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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