24. Juni 2010
Als Geflügel bezeichnet man sämtliche Vogelarten, die zum Verzehr entweder gezüchtet oder gejagt werden. Besonders beliebt sind Hühner, Gänse, Puten und Enten.
Die Bezeichnung Geflügel verwendet man als Sammelbegriff für sämtliche Vogelarten, die man als Nutztiere züchtet oder die in freier Wildbahn leben und zu Nahrungszwecken gejagt werden. Zu den Zuchtgeflügelarten, die auch als Hausgeflügel bezeichnet werden, gehören Hühner, Gänse, Puten, Enten, Perlhühner, Tauben und Wachteln. Wildgeflügelarten, die auch Federwild oder Wildgeflügel genannt werden, sind Rebhühner, Fasane, Schnepfen und Wildenten.
Zoologisch wird Geflügel zu den Wirbeltieren gezählt, wo sie eine eigene Klasse, die Vögel, bilden. Unterteilt wird die Klasse der Vögel in 28 Ordnungen, etwa 140 Familien sowie rund 8660 Arten. Als wirtschaftlich bedeutendste Ordnung gelten die Hühnervögel, da sie zu den Nutztieren gehören. Ebenfalls zu den Nutzvögeln zählen die Entenvögel, die auch als Fettgeflügel oder Wasservögel bezeichnet werden. Wichtigste Arten der Wasservögel sind Enten und Gänse.
Geflügel gehört schon seit Menschengedenken zu den wichtigsten Nahrungsmitteln, da es nicht nur schmackhaft, sondern auch gesund ist. Bereits um 8000 v. Chr. wurden in China Gänse und Enten von Menschen gezüchtet. Darüber hinaus wurden auch Daunen und Federn sinnvoll verwendet. Von großer Wichtigkeit für die Ernährung waren auch die Eier, die von den Hennen gelegt wurden. Das Fleisch wurde zumeist von den Bauern nur als Nebenprodukt gesehen und für besondere Anlässe verwendet. Ein großer Vorteil des Geflügels ist, dass es weitaus weniger Futter benötigt als Rinder oder Schweine. Im Laufe der Zeit verbesserte man die Qualität der Eierleistung und des Fleisches. Im 20. Jahrhundert trennte man dann die Eierleistung von der Fleischleistung und industrialisierte die Haltung des Geflügels, indem man Lege- und Mastbatterien anlegte, was allerdings den Nachteil hatte, dass vor allem das Huhn zu einem Massenprodukt verkam. In den letzten Jahren legen jedoch viele Geflügelzüchter wieder mehr Wert auf Qualität. Zu den größten Produzenten von Geflügelfleisch gehören die USA, China und Brasilien.
Wichtigstes Ziel der Geflügelzucht ist vor allem die Verbesserung der Fleischleistung. So schlachtet man so genanntes Jungmastgeflügel bereits, bevor es geschlechtsreif wird. Geschlechtsreife Tiere verwendet man dagegen nur zum Schmoren oder für Suppen. Zu den fleischreichsten Körperpartien des Geflügels gehören Brust und Keule, die aus verschiedenen Muskelpartien bestehen. In der Regel bietet der Handel das Geflügel nach dem Schlachten und Rupfen in ausgenommenen Zustand, also ohne Innereien, an. Der Verbraucher kann dabei zwischen frischem und tiefgefrorenem Geflügel auswählen. Qualitativ gibt es grundsätzlich keinen Unterschied zwischen frischem und tiefgefrorenem Geflügel. Allerdings leidet die Zellstruktur des Fleisches durch das Auftauen, da die Zellwände von den spitzen Eiskristallen in Mitleidenschaft gezogen werden.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
18.04.12 | |
![]() | GEFLüGEL |
04.02.12 | |
![]() | GEFLüGEL |
24.12.11 | |
![]() | GEFLüGEL |
27.10.11 | |
![]() | GEFLüGEL |
21.10.11 | |
![]() | GEFLüGEL |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Geflügel Forum


Die 6. Auflage des Klassikers für die Betreuung und Behandlung von Geflügel ist komplett überarbeitet und bietet...