Bekannte Fischarten und deren Fang und Zucht

Den Lebensraum der Fische findet man in fast allen Gewässern dieser Erde. Dabei haben sie sich sowohl dem Süßwasser als auch dem Salzwasser angepasst. Es gibt einige Fischarten, die besonders beliebt sind. Es gibt Unterschiede in Fang und Zucht. Werfen Sie einen Blick auf bekannte Fischarten und informieren Sie sich über die verschiedenen Fang- bzw. Zuchtmethoden.

Fischsorten im Überblick

Bekannte Fischsorten und verschiedene Lebensräume

Während ca. 12 Prozent der Fischerzeugnisse frisch auf den Markt gebracht und 6 Prozent geräuchert werden, wird der Rest entweder zu Fischkonserven verarbeitet oder tiefgekühlt. Zu den wichtigsten See- und Süßwasserfischen, die hierzulande in den Handel gelangen, gehören

Den Salzwasserfischen steht natürlich ein weitaus größerer Lebensraum zur Verfügung. Der Lebensraum der Süßwasserfische beschränkt sich auf Seen und Flüsse sowie Bäche.

Da im Meer unterschiedliche Bedingungen herrschen, wird die Qualität der Fische dadurch geprägt. So leben in der Tiefsee andere Fische als beispielsweise in den Küstengewässern.

Fische findet man in allen Klimazonen dieser Erde. Neben frei lebenden Fischen werden Speisefische aber auch in so genannten Aquakulturen gezüchtet.

Fisch hat viele Liebhaber und wird oft und gerne gegessen. Weltweit werden etliche Millionen Tonnen jährlich konsumiert. Fisch kann man unterschiedlich zubereiten. Er kann

  • pochiert (unterhalb des Siedepunktes gar ziehen)
  • gegrillt
  • gebacken
  • gedämpft
  • gebraten oder auch
  • in einer Fischsuppe gekocht

werden. Es gibt viele leckere Fischrezepte, von der deftigen Hausmannskost bis hin zur feinen Gourmetküche.

In Deutschland verteilen sich die Fisch- und Fischereierzeugnisse auf

  • 70 Prozent Salzwasserfisch und
  • 20 Prozent Süßwasserfisch.
  • Bei den restlichen 10 Prozent handelt es sich um Krebse und Weichtiere.

Fisch als Importprodukt: Wie wird Fisch gefangen bzw. gezüchtet und welche Sorten können bedenkenlos gekauft werden?

Fisch angeln

Natürlich kann man sich selbst einen Fisch angeln. Je nach Region und Gewässer ist dafür ein Angelschein nötig. Hier gehen wir im Detail auf das Thema Angeln ein.

Unterschiedliche Fisch-Fangmethoden

Fisch, den man im Handel erwirbt, wird durch unterschiedliche Methoden gefangen. Zu den Fangmethoden, die in Seen und Meeren betrieben werden, zählen etwa

  • die Netzfischerei
  • die Angel- oder Köderfischerei sowie
  • die Korbreusenfischerei.

Dabei sind auch häufig direkt Fischfabriken daran angeschlossen, sodass der Fisch direkt nach dem Fang verarbeiten und eingefroren werden kann. Zu den verschiedenen Netzen gehören die Ringwadennetze als sicherste Form des gezielten Fangs von Thunfischen sowie die Grundstellnetze, die am Boden verankert oder freischwebend in eienr Wassersäule aufgespannt werden.

Hinzu kommt die Lang-Leinen-Fischerei. Dabei handelt es sich um eine schonende Fangform, bei der man viele Haken, die mit Ködern versehen sind, ins Wasser hängt.

Fischzucht in Aquakultur

Fische können neben den freilebenden Arten auch in Aquakulturen gezüchtet werden. Bei einer Aquakultur handelt es sich um eine kontrollierte Aufzucht von Fischen.

Die Aquakultur hat nicht zuletzt wegen der Überfischung der Meere an Bedeutung gewonnen. Aquakultur kann in Teichwirtschaft oder in natürlichen Gewässern betrieben werden.

Je nach Region und Kultur gibt es somit Unterschiede bei der Vorgehensweise. So findet man

  • technisierte (Teil-)Kreislaufanlagen
  • Naturgewässer
  • wasserdurchströmte Becken
  • künstlich angelegte Teiche
  • wassergefüllte Gruben

Je ertragsintensiver dabei der Betrieb ist, desto eher ordnet man Tierschutz und -wohlbefinden unter. Die weltweite Verbreitung solcher Aquakulturen steigt. Zu den typischen Fischsorten gehören etwa

  • Pangasius
  • Thunfisch
  • Wolfsbarsch
  • Dorade
  • Lachs
  • Karpfen
  • Buntbarsche oder
  • Forellen.

Beim Kauf nachhaltige Fischerei achten

Der größte Anteil an Speisefischen und Fischerzeugnissen wird importiert. Die Länder aus denen die Produkte kommen, sind beispielsweise

Beim Kauf von Fisch ist es empfehlenswert darauf zu achten, dass der Fisch aus nachhaltiger Fischerei stammt. Das trägt zur Erhaltung der Fischbestände und Rettung der Meere bei.

Beim Fischhändler kann man nachfragen und bei Tiefkühlkost oder Fischkonserven aus dem Supermarkt findet man ein entsprechendes Zeichen auf der Verpackung: das blaue MSC Siegel zum Beispiel steht für umweltbewussten Fischfang und genießt auf der ganzen Welt Vertrauen. Das Siegel ist oval und blau, zeigt einen Fisch und enthält die Aufschrift "MSC (Marine Stewardship Council)".

Ökologische Gefährdung von Fischen

In Deutschland wird jedes Jahr eine Fischart als Fisch des Jahres benannt, um auf die ökologische Gefährdung aufmerksam zu machen. Über die Kiemen sind die Fische direkt der Wasserqualität ausgesetzt und reagieren sehr empfindlich auf Verschmutzungen.

  • Der pH-Wert
  • die Wassertemperatur
  • die Sauerstoffkonzentration
  • gelöste natürliche Stoffe sowie
  • anthropogene Stoffe ( Stoffe die durch den Mensch hergestellt, beeinflusst, verursacht oder entstanden sind, zum Beispiel Kunststoff),

bestimmen den Lebensraum und die Wasserqualität und damit auch die Qualität der Speisefische.

Ökologischer Fischgenuss - Welche Fischarten kann man bedenkenlos essen?

Mit dem richtigen Einkaufsverhalten kann man also dazu beitragen, dass bestimmte Fischarten nicht aussterben. Inzwischen ist es so, dass etliche Fischarten vom Menschen in speziellen Becken nachgezüchtet werden müssen, da sie in der freien Natur nicht mehr in der Menge gefangen werden können, die benötigt wird.

Die Meere sind "überfischt" und etliche Fischsorten sind vom Aussterben bedroht. Wenn nun jeder seinen Fischkonsum auf die Fischsorten beschränkt, die bedenkenlos verzehrt werden können, so kann man der Natur helfen, das Aussterben zu verhindern.

Der Alaska-Seelachs und das MSC-Siegel

Der Alaska-Seelachs ist wohl der beliebteste Fisch von uns Deutschen. Wenn der Fisch das bereits erwähnte MSC-Siegel hat, kann er bedenkenlos gekauft erden.

Dieses Zeichen bedeutet, dass der Hersteller dafür garantiert, dass er nicht mehr Fisch verkauft, als nachgezüchtet wird. Das Zeichen darf sich nur auf den Produkten befinden, wenn die Fische artgerecht gefangen wurden. Dieses MSC-Siegel gibt es nicht nur beim Alaska-Seelachs, sondern auch bei anderen Fischsorten.

Weitere unbedenkliche Fischarten

Bedenkenlos können auch Fischsorten wie

  • der Karpfen sowie
  • Forelle und
  • Hering

gekauft werden. Der Karpfen ist nicht vom Aussterben bedroht, da er relativ einfach nachgezüchtet werden kann. Auch Fischsorten aus Biozucht wie zum Beispiel

  • die Dorade

können jederzeit gekauft werden, ebeno

  • Heilbutt
  • Pazifischer Kabeljau
  • Alaska Wildlachs
  • Makrele oder
  • Zander aus Westeuropa.

Bedrohte Fischarten

Beliebte Fischsorten wie zum Beispiel Thunfisch oder die Seezunge, sind - je nach Herkunftsgebiet - auf der Roten Liste, das heißt, dass diese Fischsorten vom Aussterben bedroht sind, weil sie nicht so einfach nachgezüchtet werden können oder auf unnatürliche Weise gefangen werden.

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Quellenangaben
  • pesce in pescheria © Giuseppe Porzani - www.fotolia.de
  • Gegrillter Fisch mit kartoffeln © Hannes Eichinger - www.fotolia.de
  • macro picture of herring fillet on the plate © AGphotographer - www.fotolia.de
  • dorada fish © Monika Adamczyk - www.fotolia.de

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