23. Juni 2010
Als Banane bezeichnet man eine beliebte und nahrhafte Frucht. Sie zählt zur Familie der Bananengewächse.
Die Banane (Musa) ist eine der beliebtesten und nahrhaftesten essbaren Früchte. Sie gehört zur Familie der Bananengewächse (Musaceae).
Die wohl wichtigste Bananenart ist die so genannte Dessertbanane oder Obstbanane (Musa x paradisiaca). In Deutschland gehört sie nach den Äpfeln zu den Früchten, die am meisten verzehrt werden.
Bananen lassen sich das ganze Jahr über ernten. Da sie nach der Ernte noch nachreifen, zählt man sie zu den klimakterischen Früchten. Eine Bananenstaude kann eine Höhe von drei bis sechs Metern erreichen, die Blattkrone einen Durchmesser von sieben Metern. Die Reifung von Obstbananen darf jedoch nicht an der Staude erfolgen, da sie dort sonst aufplatzen würden und einen mehligen Geschmack bekämen. Man erntet die Bananen deshalb solange sie noch eine grüne Farbe haben. Dazu bringt man sie an einen schattigen Platz, wo sie langsam ausreifen können. Für den Export werden die Bananen innerhalb von 24 Stunden geerntet und verpackt. Danach erfolgt das Einlagern in ein Kühlschiff, das die Bananen an ihren Bestimmungsort bringt. Damit die Früchte die Reise gut überstehen, lagert man sie bei einer Temperatur von 13,2 Grad Celsius, wodurch der natürliche Reifeprozess unterbrochen wird. Die Temperatur darf weder zu hoch noch zu niedrig sein, da die Bananen sonst eine gelbe oder graue Farbe annehmen würden. Nach dem Transport lagert man die Früchte in speziellen Reifekammern. Diese haben eine Raumtemperatur von 14,4–17,7 Grad Celsius. Der Reifeprozess in der Kammer dauert etwa vier bis acht Tage und wird durch den Einsatz von Bananenreifegas unterstützt.
Angebaut werden die Bananen auf Plantagen in Monokulturen. In der Regel benötigt eine Bananenstaude für ihr Wachstum rund zwei Jahre. Ihren Ursprung haben die Bananen in Südostasien. Man vermutet, dass sie später mit den austronesischen Einwanderern nach Afrika gelangten. Durch die Spanier fanden sie ihren Weg auch nach Amerika. Nach Europa kamen die Bananen jedoch erst relativ spät, nämlich im Jahr 1885. In der heutigen Zeit zählen Länder wie Indien, Thailand und Brasilien zu den wichtigsten Anbaugebieten. Exportiert werden die nahrhaften Früchte jedoch vor allem aus Costa Rica, Ecuador, Guatemala, Honduras, Kolumbien, Panama und den Philippinen. Größte Importeure sind die USA, Japan und die EU. Viele Bananensorten sind Klone, die sich rein vegetativ vermehren. Aus diesen Klonen entstehen wiederum neue Sorten. Da die Bananen, die unterschiedliche Größen erreichen können, zumeist eine gekrümmte Form aufweisen, bezeichnet man sie deswegen auch als Krummfrucht. Die Färbung der Bananen ist meist grün bis gelb. Es gibt aber auch rote oder lila-blaue Sorten. Essbar ist das Innere der Banane unter der Schale, also das weißlich-gelbe Fruchtfleisch, das einen süßen Geschmack hat. Darüber hinaus besitzt es einen beträchtlichen Nährwert.
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