23. Juni 2010
Als Austern bezeichnet man eine nahrhafte Muschelart. Sie sind eine beliebte Delikatesse.
Bei Austern (Ostreidae) handelt es sich um eine spezielle Muschelart. An zahlreichen Punkten der Welt findet man sie an den Felsen von flachen Tidengewässern. Darüber hinaus sind sie eine beliebte kulinarische Spezialität.
Austern gibt es auf der Erde bereits seit rund 250 Millionen Jahren. Im Laufe der Zeit bildete sich eine Vielzahl an verschiedenen Arten und Familien heraus. Für den Menschen sind allerdings nur einige wenige Austernarten genießbar, die kulinarische Austern genannt werden. Manche Austernarten sind auch berühmt für ihre Herstellung von schönen Perlen. Darüber hinaus benutzt man Austernschalen, um bestimmte Arzneimittel zu erzeugen. Gezüchtet werden Austern vor allem in so genannten Aquakulturen. Mit einem Anteil von 78 Prozent ist China der größte Austernproduzent der Welt. Danach folgen Japan und Nordkorea. Die größten europäischen Austernproduzenten sind Frankreich, Irland und die Niederlande. Als bedeutendste Austernart der Welt gilt die Pazifische Felsenauster (Crassostrea gigas).
Die Austern zählen zum Stamm der Weichtiere (Mollusca). Man unterteilt sie weiter in den Unterstamm der Schalenweichtiere (Conchifera) und der Muscheln (Bivalvia), in denen die Austern die Ordnung Ostreoida bilden. Zu den wichtigsten Austernarten gehören neben der Pazifischen Felsenauster auch die Amerikanische Auster, die Europäische Auster, die Hausschuh-Auster, die Mangroven-Auster, die Sydney-Auster, die Neuseeland-Auster, die Chilenische Auster, die Olympia-Auster sowie die Portugiesische Auster und die Indische Auster. Nur wenige Austernarten eignen sich zum Verzehr. Zu diesen Arten gehört vor allem die Pazifische Felsenauster, die mehr als 93 Prozent der Weltmarktproduktion ausmacht. Ebenfalls essbar sind die Amerikanische Auster und die Europäische Auster, die aber sehr selten ist.
Als Lebensmittel dient die Auster dem Menschen bereits seit der Steinzeit. Sie ließ sich ohne größere Probleme und Gefahren einsammeln. Während man sie in Europa roh verzehrte, garten sie die frühzeitlichen Indianer über einem Feuer. Die antiken Griechen schätzen die Auster als spezielle Delikatesse. Zu dieser Zeit entstand auch der Mythos, dass Austern eine aphrodisierende Wirkung hätten. Die menschliche Vorliebe nach Austern hielt bis in die Neuzeit an. Durch die zunehmende Gewässerverschmutzung im 20. Jahrhundert ging der Konsum von Austern in Europa jedoch deutlich zurück. Am häufigsten verzehrt man Austern heutzutage im fernen Osten, wo sie in den meisten Fällen gegart werden. Aufgrund des enormen Angebots von rund 4,2 Millionen Tonnen in Asien sind sie dort recht preiswert zu erlangen, während sie in Europa als kostbare Delikatesse gelten.
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