Allgemeines über Äpfel - Merkmale, Inhaltsstoffe und Verwendungsmöglichkeiten

Äpfel gehören zu den beliebtesten und meistkonsumierten Obstsorten. Sie zählen zur Familie der Rosengewächse.

Neben dem puren Genuss werden Äpfel besonders gerne zum Backen verwendet

Merkmale und Symbolik

Zu den beliebtesten und am häufigsten konsumierten Obstsorten gehören die Äpfel (Malus). Sie zählen zum Kernobst und gehören zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae).

Apfelbaum mit reifen Früchten auf Wiese
Äpfel wachsen auf sommergrünen Bäumen

Zu der Gattung der Äpfel gehören ungefähr 40 bis 55 Arten, die vor allem in Europa, Nordamerika und Asien beheimatet sind. Die genaue Anzahl ist unbekannt.

Man bezeichnet den Apfel auch als König der Obstsorten, da er in der Geschichte der Menschheit häufig eine wichtige Rolle spielte. So wird er bereits in der Bibel als Frucht, von der Adam und Eva unerlaubterweise aßen, erwähnt. Man sieht ihn auch als Symbol der Schönheit und der Liebe an. Darüber hinaus hat er ein sehr wertvolles Nährstoffprofil.

Äpfel wachsen auf sommergrünen Bäumen oder Sträuchern. Sie haben eine rundliche Form und ein Gewebe, das man als Fruchtfleisch bezeichnet und das aus der Blütenachse und nicht aus dem Fruchtknoten entsteht.

In der Biologie bezeichnet man die Apfelfrüchte deshalb auch als Scheinfrüchte. Sie stellen eine Sonderform der Sammelbalgfrucht dar. Zusammengesetzt wird ein so genanntes Balg aus einem Fruchtblatt. Dieses verwächst schließlich mit sich selbst. Im Inneren des Fruchtfleisches bildet sich aus dem Fruchtblatt ein pergamentartiges Gehäuse.

Apfelbaum mit Blättern, Blüten und Holzmaserung
Der Apfelbaum und seine Blätter, Blüten und Früchte

Am 11. Januar feiert Deutschland wie jedes Jahr den Tag des Apfels

Die deutsche Erzeugerorganisationen haben den 11. Januar zum Apfel-Gedenktag erkoren, um der hohen Qualität des heimischen Kernobstes zu huldigen. Mit Recht, denn Äpfel sind echte Power-Früchte voller Vitalstoffe und leisten einen wertvollen Beitrag zu einer gesunden Ernährung. Der regelmäßige Verzehr der runden Gesundmacher stärkt das Abwehrsystem, senkt das Risiko für entzündliche Gelenkerkrankungen, Diabetes und Krebs und hilft bei Verdauungsbeschwerden.

Herkunft und Sorten

Der Ursprung des Apfels konnte nach wie vor nicht geklärt werden. Man hält sowohl Südosteuropa als auch Südwestasien als Ursprungsort für möglich. Auch die genaue Anzahl an Apfelsorten lässt sich nicht genau feststellen. Man vermutet, dass es mehrere Tausend sind.

Zu den bekanntesten Apfelsorten gehört der Golden Delicious. Ebenfalls großer Beliebtheit erfreuen sich Jonagold, Boskoop und Cox Orange.

Äpfel können über das ganze Jahr konsumiert werden. Dabei wird zwischen Frühjahrssorten, Herbstsorten und Wintersorten unterschieden. Zu den Wintersorten gehören z.B. Golden Delicious, Boskop, Elstar und Jonagold. Sie haben anderen Sorten gegenüber den Vorteil, dass sie sich besser lagern lassen.

Allein in Deutschland verbraucht man jedes Jahr 40 Kilogramm Äpfel pro Kopf. Dabei lässt sich jedoch nur die Hälfte des Verbrauchs mit inländischen Produkten decken. Daher importiert man verschiedene Apfelsorten wie zum Beispiel Elstar und Jonagold aus Ländern wie

Reife Äpfel am Baum
Im Alten Land und am Bodensee werden besonders viele Äpfel geerntet

Zu den größten Obstanbaugebieten in Deutschland gehören das Alte Land bei Hamburg sowie die Bodenseeregion. Allein am Bodensee werden rund 1,5 Milliarden Äpfel pro Jahr erzeugt, zu denen Sorten wie Boskoop, Cox Orange, Elstar, Jonagold, Gala und Idared gehören.

Die am häufigsten konsumierten Apfelsorten sind

  • der gelbe Golden Delicious
  • der rote Red Delicious
  • Jonathan
  • Jonagold
  • Gala
  • Granny Smith
  • Elstar
  • Braeburn
  • Cox Orange
  • der Schöne aus Boskoop
  • der Sommerregent
  • Alkmene
  • Gloster 69
  • Holsteiner Cox
  • Idared und
  • Fuji.

Die verschiedenen Geschmacksrichtungen reichen von sehr süß bis zu sehr sauer.

Inhaltsstoffe und Gesundheitswert

Äpfel schmecken nicht nur lecker, sondern sind auch gesund. So enthalten sie zum Beispiel reichlich Vitamin C.

Zucker und Ballaststoffe

Äpfel sind ausgesprochen wertvoll für die Ernährung. Zu ihren Inhaltsstoffen gehören Einfachzucker und Zweifachzucker wie

Auch der Anteil an Ballaststoffen ist sehr hoch, was sich positiv auf die Verdauung auswirkt. Vor allem in der Apfelschale befinden sich zahlreiche Ballaststoffe sowie Pektin. Letzteres kann das Schwermetall Blei binden.

Mineralstoffe und Vitamine

Darüber hinaus enthält ein Apfel viele verschiedene Mineralstoffe wie zum Beispiel

Außerdem sind Äpfel wichtige Vitaminquellen. So enthalten sie

  • die Vitamine A, B und wie bereits erwähnt, Vitamin C.

Der Vitamin C-Gehalt kann jedoch von Sorte zu Sorte unterschiedlich sein. Während die Sorte Boskop 20-30 Milligramm pro 100 Gramm enthält, verfügt die Sorte Granny Smith lediglich über 5-10 Milligramm.

Äpfel als Hausmittel

Äpfel als Hausmittel gegen Krankheiten und Beschwerden
Äpfel zeigen auch bei der Behandlung verschiedener Wehwehchen ihre Wirkung

Äpfel lassen sich auch für allerlei Hausmittel verwenden.

  • So benutzt man lauwarmes Apfelessigwasser, um Krampfadern damit einzureiben.
  • Bei Harnwegsentzündungen kann ein Aufguss aus getrockneten Apfelblättern und -blüten hilfreich sein.
  • Geriebene Äpfel sind auch bei Durchfallbeschwerden bei Babys und Kleinkindern ein erprobtes Hausmittel.
  • Zusammen mit Leinsamen und Sauermilch, gehört Apfelmarmelade zu den Zutaten eines altbewährten Mittels gegen Verdauungsprobleme.
  • Frische Apfelblätter wirken positiv auf den Gallenfluss und die Lebertätigkeit.

Apfelgenuss ohne Schadstoffe

Auch wenn bei Stichproben immer wieder Pestizide in der Apfelschale gefunden werden, sollte niemand auf die gesunden Power-Früchte verzichten, denn die positiven Effekte beim Genuss frischer Äpfel überwiegen deutlich. Zudem liegen die Schadstoffbelastungen generell unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten. Es ist deshalb nicht sinnvoll, aus Angst vor Schadstoffen gänzlich auf den Apfelgenuss zu verzichten.

Den Apfel zum Reinigen einfach unter Wasser halten
Äpfel vor dem Verzehr einfach mit Wasser reinigen und mit einem Tuch abrubbeln

Das Beste am Apfel ist die Schale mit ihrer Fülle an gesunden Vitalstoffen, wertvollen Pflanzen- und Ballaststoffen. Rund 90 Prozent der darauf befindlichen Schadstoffe lassen sich mit warmem Wasser einfach abwaschen. Da Äpfel zu den festen Früchten gehören, können sie zusätzlich mit einem sauberen Tuch kräftig abgerubbelt werden. Im Anschluss an die Säuberungsaktion sollten die Händen immer gründlich gewaschen werden.

Neben Äpfeln gehören natürlich auch andere Obst- und Gemüsesorten zu den gesunden Lebensmitteln. Paprika, Gurken, Grapefruits, Birnen oder Bananen enthalten ebenfalls eine Vielzahl wertvoller Vitamine und Mineralstoffe. Experten empfehlen, mindestens zweimal pro Tag den Verzehr von ganzem Obst und zwei- bis dreimal täglich eine Portion Gemüse.

Wer nicht gerne Äpfel, Möhren oder Birnen isst, kann auf hochwertige Säfte zurückgreifen, die alle wichtigen Inhaltsstoffe enthalten. Ein Glas naturreiner Saft ersetzt etwa eine Portion Obst oder Gemüse.

Verwendung von Äpfeln in der Küche

Am liebsten werden Äpfel frisch gegessen. Sie lassen sich aber auch für allerlei schmackhafte Gerichte verwenden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Bratäpfel
  • Apfelmus
  • Apfeltorte
  • Apfelpfannkuchen
  • Apfelmarmelade
  • Apfelwein

Für die Herstellung dieser köstlichen Speisen ist es erforderlich, die Schale zu entfernen. Auch diese lässt sich noch für einen Tee verwenden, sofern sie nicht gespritzt wurde.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Äpfeln, dürfen Bio-Äpfel nicht mit Pestiziden oder chemischen Düngemitteln behandelt werden. Bei dem Verzehr von herkömmlichen Äpfeln wird geraten, diese zu schälen oder zumindest gut zu waschen.

Vorsicht ist bei den Apfelkernen geboten, da sie giftig sind. Zwar können sie gefahrlos heruntergeschluckt werden, doch bei einer Menge von 30 Gramm ist sogar Lebensgefahr im Bereich des Möglichen. Dieses Risiko ist jedoch sehr gering.

Die beliebtesten Apfelgerichte - von der Apfeltasche bis zum Bratapfel

Äpfel sind also nicht nur ein sehr beliebtes Obst zum Essen, sondern auch zum Backen. Je nach gewählter Apfelsorte kann man den Geschmack der Apfelbackwaren auch ein wenig verändern.

Backen mit Äpfeln
Äpfel sind eine beliebte Backzutat

Apfelbackwaren gehören wohl zu Deutschlands liebsten Leckereien. Äpfel können in verschiedenen Gebäcken und Kuchen für einen fruchtigen Geschmack sorgen.

Apfeltasche

Sehr beliebt ist die Apfeltasche. Wie der Name bereits sagt, handelt es sich hierbei um Gebäckteile unterschiedlicher Größe, die mit Äpfeln und meist auch Rosinen gefüllt sind.

Damit die Äpfel in den Apfeltaschen weich und aromatisch schmecken, werden sie gedünstet, bevor sie in den Hefeteig gefüllt werden.

Apfelstrudel

Zu den komplizierteren Backwaren gehört der Apfelstrudel. Dennoch ist dieser sehr beliebt, und wer sich nicht an den Strudelteig herantraut, kann sich auch einen leckeren Apfelstrudel in der Konditorei kaufen. Wird dieser ein wenig erwärmt und mit Vanilleeis und/oder Vanillesoße serviert, ist er ein Gedicht.

Apfelpfannkuchen

Ganz einfach und besonders bei Kindern beliebt sind die Apfelpfannkuchen. Sie werden gebacken wie normale Pfannkuchen, jedoch legt man auf einer Seite Äpfel hinein. Alternativ kann man den Teig auch auf ein Backblech geben, mit Äpfeln belegen und im Ofen backen.

Apfelkuchen

Zu den klassischen und beliebten Kuchen gehört zu guter Letzt natürlich auch der Apfelkuchen. Man kann ihn in einer runden Springform oder auch auf dem Backblech zubereiten. Je nach Art des Kuchens werden hier die Apfelstückchen gedünstet oder einfach pur auf den Teig gelegt und im Ofen gebacken.

Es handelt sich bei diesen Apfelkuchen um kalorienarme Kuchen. Dies gilt besonders dann, wenn man beim Backen die Zuckermenge reduziert und stattdessen eine Apfelsorte wählt, die eher süßlich schmeckt.

Apfelkuchen aus roten Äpfeln
Ein klassischer Apfelkuchen zur Kaffeezeit

Anstatt eines traditionellen Apfelkuchens kann man nach dem Backen des Kuchens auch eine Puddingmasse anrühren, die dann auf dem gebackenen Apfelkuchen verteilt und mit Kakaopulver bestreut wird. So erhält man einen völlig anderen Apfelkuchen, der den Gästen sicher schmecken wird.

Variiert man die Apfelsorten, so schmecken die Apfelbackwaren immer wieder unterschiedlich. Bei süßen Apfelsorten kann man getrost etwas Zucker reduzieren, wenn man kalorienbewusst backen möchte. Säuerliche Apfelsorten verleihen den Apfelbackwaren eine aromatische Note.

Der perfekte Bratapfel - so wird er gemacht

Der Bratapfel ist wohl eine der traditionellsten Süßspeisen für die Weihnachtszeit. Diese Süßspeise ist recht preisgünstig und nicht aufwändig.

Bratäpfel gehören für viele in die Winter- und Weihnachtszeit genauso wie zum Beispiel der Stollen. Man kann sie auf jedem Weihnachts- und Christkindlmarkt kaufen oder auch selbst zubereiten. Wer seinen Gästen in der Winterzeit einmal etwas Besonders servieren möchte, der könnte sich für Bratäpfel entscheiden.

Für besonders aromatische Bratäpfel eignen sich überwiegend Apfelsorten, die lange gelagert werden können und eher säuerlich schmecken, wie zum Beispiel der Boskoop. Ob man Bio-Äpfel oder normale verwendet, ist Einstellungs- und Geschmackssache. Da bei den meisten Rezepten jedoch die Schale des Apfels nicht entfernt wird, sind Bio-Äpfel empfehlenswert.

Die Äpfel werden mit Schale auf ein Backblech gelegt und im Backofen gebacken. Bald verbreitet sich der leckere Duft in der ganzen Wohnung. Besonders gut riecht der Bratapfel, wenn man die Möglichkeit hat, ihn in einem Kamin zuzubereiten.

Der Bratapfel kann aus dem Backofen bzw. dem Kamin genommen werden, wenn die Schale aufgeplatzt ist. In der einfachen Bratapfelvariante streut man nun noch Zimtzucker über den Apfel und fertig ist der selbstgemachte Bratapfel.

Wer mal etwas Besonders machen möchte, der kann das Kernhaus vor dem Backen entfernen und an diese Stelle eine Mischung zum Beispiel aus Nüssen, Marmelade, Zimt und, wer's mag, Rosinen geben. Die fertigen Bratäpfel können dann mit Vanillesoße serviert werden.

Für viele gehört der Bratapfel zur Winterzeit einfach dazu. Wenn der Duft das ganze Haus erfüllt und es draußen eiskalt ist, dann kann man sich seinen warmen Apfel schmecken lassen. Und wenn nicht zu viel Zucker über den Apfel gestreut wird, ist der Bratapfel auch eine sehr kalorienarme Sünde in der Winterzeit im Vergleich zu Stollen oder Plätzchen.

Tipps zur Lagerung

Bei der Lagerung von Äpfeln ist zu beachten, dass diese gekühlt werden müssen. Im Kühlschrank oder in kühlen Kellerräumen lassen sie sich mindestens eine Woche lagern.

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Kategorien:
Historie:
Zuletzt aktualisiert am
So arbeiten wir
Autor:

Mehr über uns
Warum kein namentlicher Autor?
Quellenangaben
  • apple 11 © picsfive - www.fotolia.de
  • Äpfel 122 © K.-U. Häßler - www.fotolia.de
  • concept of public health services and healthy way of life © OlgaLIS - www.fotolia.de
  • Green apple in water © Irochka - www.fotolia.de
  • Apfelbaum © sunnychicka - www.fotolia.de
  • Apfelkuchen, Kaffeetasse und Teller, Äpfel auf Holz © tunedin - www.fotolia.de
  • Cake prepairing © Alena Andryianava - www.fotolia.de
  • Apfelbaum auf Streuobstwiese © Eligius - www.fotolia.de
  • Nüsse © karepa - www.fotolia.de
  • Homemade fruit jam in the jar © pilipphoto - www.fotolia.de
  • Apfelkompott im Schälchen mit Zimt © Printemps - www.fotolia.de
  • Green apple © Ol_Vic - www.fotolia.de
  • The apple in the foreground, on a background the young girl © Deklofenak - www.fotolia.de
  • green apple sitting on a bathroom scale © zimmytws - www.fotolia.de

Weitere Artikel zum Thema