20. Januar 2010
Für das Abstillen kann es viele gute Gründe geben, aber nach Möglichkeit sollte es nie abrupt geschehen. Dies kann für das Baby ein Trauma, bedeuten denn das Stillen ist für das Baby mehr als nur Nahrungsaufnahme.
Wenn, sollte das Baby auf sinnvolle Weise von der Brust entwöhnt werden. Der richtige Zeitpunkt zum Abstillen lässt sich pauschal nicht festlegen. Aber manchmal gibt es Gründe die das Abstillen notwendig machen. So etwa eine Mastitis, eine Brustentzündung der Mutter, oder wenn der Milchfluss, aus welchen Gründen auch immer, versiegt. Man unterscheidet das primäre und das sekundäre Abstillen, das primäre geschieht schon vor dem Milcheinschuss und das sekundäre Abstillen wenn die Milchproduktion schon eingesetzt hat. Das primäre Abstillen wird zum Beispiel nötig, wenn sich die Mutter von vorneherein gegen das Stillen entscheidet oder gesundheitliche Gründe gegen das Stillen sprechen. Bei dem sekundären Abstillen können auch Medikamente eingesetzt werden oder physikalische Maßnahmen zum Beispiel kühlende Umschläge.
Hat die Mutter aber erfolgreich gestillt und möchte nun das Kind an feste Nahrung gewöhnen, sollte sie dies Schritt für Schritt tun. Die meisten Empfehlungen gehen dahin, dass das Baby bis zum sechsten Lebensmonat voll gestillt werden soll. Möchte die Mutter früher abstillen, sollte sie sich von einem Kinderarzt oder einer Hebamme beraten lassen, was für eine Ersatznahrung das Kind bekommen soll. Stillt sie bis zum sechsten Lebensmonat, kann sie dann erst einmal eine Stillmahlzeit durch eine Beikostnahrung ersetzen. Dann wird sich auch die Milchmenge langsam reduzieren und der neuen Nachfrage anpassen. So kann man dann nach und nach allmählich immer eine Stillmahlzeit weglassen. Am Abend sollte das Kind immer noch eine Weile die Stillmahlzeit bekommen.
Um die Milchbildung zu hemmen, kann man auch Salbeitee und Pfefferminztee trinken oder homöopathische Mittel einnehmen. Kommt es zu Spannungen in der Brust, kann man die Milch ausstreichen oder kühlende Umschläge machen. Normalerweise kann man ohne Medikamente abstillen, durch den weniger werdenden Bedarf geht auch die Milchproduktion zurück. Das Abstillen bedeutet eine einschneidende Veränderung für das Kind, deshalb sollte es nach wie vor viel Körperkontakt und Zuwendung erfahren. Aber natürlich kann auch so lange gestillt werden, wie es Mutter und Kind gut tut.
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