Stillen Artikel

Pro Stillen, Stillpositionen und Stillhütchen

Stillen hat gegenüber der industriellen Fläschchennahrung viele Vorteile. Eine Mutter kann in unterschiedlichen Positionen stillen und bei Stillproblemen auch so genannte Stillhütchen verwenden.

Stillpositionen

Das Stillen soll für Mutter und Kind eine angenehme Zeit sein. Dafür ist es wichtig, dass sowohl die Mutter bequem und entspannt sitzt oder liegt und auch das Baby es gemütlich hat.

Eine Mutter kann ihr Baby sowohl im Sitzen als auch im Liegen stillen. Das Liegen eignet sich besonders für die Nacht, da die junge Mutter dann gleich weiterschlafen kann. Dazu dreht sich die Mutter auf die Seite und zieht ihr Baby Bauch an Bauch an sich heran. Meist ist diese Position so gemütlich, dass beide bald wieder einschlafen.

Tagsüber stillen die meisten Frauen im Sitzen und halten das Baby im so genannten Wiegegriff. Sie benutzen dazu ein Stillkissen, das sie um sich herumwickeln und das Baby darauf legen. Wichtig ist, dass sich die Mutter richtig anlehnen kann, sonst bekommt sie bald Rückenschmerzen.

Das Köpfchen des Babys liegt auf dem Stillkissen oder auf dem Unterarm der Mutter. Wenn die Beine der Mutter etwas erhöht liegen, ist es am bequemsten.

Gerade wenn die Mutter einen Milchstau hat, kann es auch notwendig sein, das Kind etwas seitlich anzulegen, so dass die Milch aus allen Seiten der Brust getrunken werden kann. Mit Hilfe einer zweiten Person (Hebamme oder Vater) lagert man das Baby dann auf dem Stillkissen so, dass es die Milch mal von rechts, mal von links aus jeder der beiden Brüste trinken kann.

Stillhütchen

Stillhütchen können das Stillen erleichtern, wenn die Brustwarzen extrem wund sind und normales Stillen höllische Schmerzen bereitet. Es handelt sich dabei um Kunststoffhäubchen, die über die Brustwarze gelegt werden. Das Baby saugt daran dann wie aus einer Flasche. Genau dies ist auch der Grund, weshalb viele Babys bei regelmäßigem Stillen mit Stillhütchen nicht mehr an die Brust gehen wollen, wenn kein Stillhütchen darüber gelegt wurde.

Dafür trinken diese Babys meist aber problemlos aus der Milchflasche, ganz im Gegensatz zu den meisten anderen Stillkindern. Stillhütchen sollten trotzdem nur in Ausnahmefällen nach Rücksprache mit der Hebamme oder der Stillberaterin verwendet werden.

Pro Stillen

Stillen ist die natürlichste Art, das Baby zu ernähren. Muttermilch hat immer die richtige Trinktemperatur und ist allzeit verfügbar. Fläschchennahrung muss erst zubereitet werden, während das Baby schon vor Hunger brüllt. Stillbabys können sofort an die Brust, wenn sie Hunger haben.

Aber Stillen hat auch noch den großen Vorteil, dass es gegenüber der industriellen Fertigmilch viel günstiger ist. Etliche hundert Euro kann man sparen, wenn man sein Kind stillt. Unabhängig davon, dass Muttermilch auch viel gesünder ist als industriell hergestellte Milch.

Während des Stillens bekommt das Baby zudem auch intensiven Körperkontakt, so dass die Beziehung zwischen Mutter und Kind immens stark wird. Frauen, die stillen, können immer und jederzeit etwas mit ihrem Baby und der restlichen Familie unternehmen, ohne spezielle Essenszeiten einhalten zu müssen.

Bekommt das Baby im Restaurant Hunger, wird es einfach an den Busen gelegt. Daneben hat die Muttermilch den großen Vorteil gegenüber der industriellen Babynahrung, dass sie Inhaltsstoffe enthält, die das Baby und später auch das Kind vor Allergien schützen kann. Leidet die Mutter selbst unter einer Allergie, sollte sie also ihr Baby so lange wie möglich stillen, damit dieses bestmöglich davor geschützt wird.

Zu guter Letzt sei noch angemerkt, dass Muttermilch Essen und Trinken in einem ist. Während man bei industrieller Babynahrung zusätzlich noch Tee oder Wasser geben sollte, reicht das alleinige Stillen völlig aus. Zuerst kommt nämlich wässrige Muttermilch, die den Durst löscht, und nach kurzer Zeit verdickt sich die Milch und macht das Baby satt und zufrieden.

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