2. Dezember 2009
Das Stillen ist ein besonderes Erlebnis für Mutter und Kind und sollte für beide eine angenehme Erfahrung sein.
Manchmal wird die Freude durch entzündete Brustwarzen getrübt, das ist unangenehm und vor allen Dingen auch schmerzhaft für die Mutter. Hauptsächlich zu Anfang des Stillens kann es bei empfindlichen Brustwarzen zu Entzündungen kommen bis sich diese an das Saugen des Kindes gewöhnt haben. Die Entzündung sollte aber innerhalb weniger Tage abklingen. Wunde Brustwarzen können auch entstehen, wenn das Kind falsch und zu lange angelegt wird. Hier kann die Hebamme helfen und Tipps geben, natürlich auch zeigen wie das Kind richtig zum saugen angelegt werden soll. Langanhaltende und starke Schmerzen beim Stillen sind nicht normal. Auch ein zu kleiner und schlecht sitzender BH, vielleicht noch aus einem falschen Material kann die Brustwarzen unter Umständen wund scheuern. Ein BH aus Naturmaterial ist empfehlenswert, damit die Haut richtig atmen kann und sich durch entstehende Feuchtigkeit nicht noch mehr entzündet. Viele Hebammen empfehlen die entzündeten Brustwarzen mit Muttermilch zu bestreichen, da diese eine heilende Wirkung hat. Es gibt aber auch speziell entwickelte Cremes für entzündete und eingerissene Brustwarzen die man in der Apotheke erfragen kann. Kühlende Umschläge oder gekühlte Gelkissen können den Schmerz lindern. Wenn aber noch Fieber und Grippesymptome hinzukommen und vielleicht eine heiße und geschwollene Brust muss man unbedingt zum Arzt, um eine Mastitis, das ist eine Brustentzündung, auszuschließen. Unter Umständen muss man eventuell auch ein Antibiotikum einnehmen. Der Arzt muss natürlich genau über die Situation informiert werden, es gibt auch Antibiotika, die während der Stillzeit eingenommen werden dürfen und dem Kind nicht schaden.
Manche Mütter schützen ihre entzündeten Brustwarzen durch ein Stillhütchen, dies sollte aber nur im äußersten Notfall gemacht werden. Da die Kinder das Stillhütchen entweder nicht akzeptieren oder danach nicht mehr normal von der Brust trinken. Manche Hebammen empfehlen bei entzündeten Brustwarzen auch reine Schurwolleinlagen für den BH, da diese über das beruhigende und heilende Wollfett verfügen. Weiterhin werden auch Stilleinlagen aus Seide empfohlen, Bäder mit Salbeitee und das Einmassieren von Johanniskrautöl. Bei dem Waschen der Brust sollte man auf aggressive Seifen verzichten, trockene Wärme hingegen tut den entzündeten Brustwarzen gut.
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