2. Dezember 2009
Das Stillen ist eine ganz besondere Zeit für Mutter und Kind von inniger Nähe und großer emotionaler Bindung. Die Muttermilch gilt nachweislich als die beste Ernährung für das Baby.
Durch die hormonelle Umstellung kommt nach der Entbindung die Milchbildung in Gang und die Nahrung für das Neugeborene steht relativ schnell zur Verfügung. Die Muttermilch erfüllt die Bedürfnisse des Säuglings und enthält alle wichtigen Stoffe, auch um vor Infektionen zu schützen. Nachgewiesener Weise schützt die Muttermilch vor Allergien und stärkt die Mutter-Kind Bindung. Trotzdem können auch Stillprobleme auftauchen, hier findet man als ersten Ansprechpartner die Hebamme, aber auch Arzt und Stillberaterinnen können helfen. Angebot und Nachfrage regeln zu Anfang die Milchmenge, je weniger das Kind an der Brust saugt umso weniger Milch wird produziert. Gerade bei Erstgebärenden kann es am Anfang noch zu Schwierigkeiten kommen. Eine zusätzliche Gabe von Tee oder Flaschenmilch würde die natürliche Regulation nur stören. Das Stillen begünstigt auch die Gebärmutterrückbildung nach der Entbindung.
Oft gibt es im Verwandten- und Bekanntenkreis Mütter die bereits gestillt haben, die über Erfahrung verfügen und mit Rat und Tat zur Seite stehen können. In fast jeder Ortschaft und Stadt gibt es Stillgruppen um Erfahrungen auszutauschen. Das Stillen ist eine Entscheidungssache, hinter der man voll und ganz stehen sollte. Am besten macht man sich schon während der Schwangerschaft Gedanken darüber, denn halbherzige Stillversuche sind meist zum Scheitern verurteilt. Gerade in der Anfangszeit braucht es schon ein bisschen Geduld und Ausdauer bis alles richtig klappt. Sind Mutter und Kind erst einmal ein eingespieltes Team, ist die Nahrung immer parat, richtig temperiert und bietet Mama und Kind nur entscheidende Vorteile. Die Mama sollte sich in jedem Fall ausreichend Ruhe und Entspannung gönnen und darauf achten, dass sie ausreichend trinkt. Kontakt zu existierenden Stillgruppen kann man in der Regel über die Hebammen knüpfen. Bei all den Vorteilen, die das Stillen bietet, kann es trotzdem manchmal zu Schwierigkeiten und auftauchenden Fragen kommen. Sei es, dass die Milchmenge nicht mehr ausreicht oder das Kind nicht richtig trinken will. Da kann der Austausch mit anderen Müttern sehr hilfreich sein. Auch beim Frauenarzt findet man oft Broschüren von ortsansässigen Stillgruppen.
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