25. November 2009
Kinder haben normalerweise eine natürliche Freude am Sprechen, trotzdem kann es in dem Prozess der Sprachentwicklung auch zu Sprachproblemen und Sprachstörungen kommen.
Beim Spracherwerb des Kindes gilt es ganz besonders Geduld zu haben und das Kind einfühlsam zu unterstützen. Auf eine fehlerhafte Aussprache sollte man nie ungehalten reagieren, das Kind auch nicht ausdrücklich korrigieren, sondern selbst richtig vorsprechen. Sollte das Kind gar nicht sprechen, ist es ratsam den Kinderarzt und Ohrenarzt aufzusuchen, um eine eventuelle Fehlbildung der Sprachorgane und Hörschäden auszuschließen.
Reime, Gedichte, Spiele und Geschichten, die vorgelesen und vorgesprochen werden, können die Sprachentwicklung unterstützen. Dabei müssen die Kinder nicht nur das Sprechen, sondern auch das Hören üben. Es kann auch sein, dass das Kind zwar ganze Sätze formuliert, aber undeutlich spricht. So etwa ab dem vierten Lebensjahr sollten alle Laute beherrscht werden. Wenn das Kind zum Beispiel R oder Sch noch nicht sauber aussprechen kann, muss man noch lange nicht in Panik geraten. Wenn aber mehrere Laute oder auch Konsonantenverbindungen falsch ausgesprochen werden, sollte man dann doch beim Kinderarzt vorstellig werden und eventuell einen Logopäden hinzuziehen. Logopädinnen und Logopäden sind für fast alle Sprachprobleme die richtige Anlaufstelle. Mit etwa achtzehn Monaten sollte das Kind normalerweise anfangen zu sprechen. Im Alter von etwa zwei Jahren können die meisten Kinder schon drei Wörter zu einem kleinen Satz zusammenfügen, wie "Mama einkaufen gehen".
Das Sprechen und die Sprache haben für Eltern und Kind eine ganz entscheidende Bedeutung. Deshalb können Defizite in der Sprache zu einem großen Leidensdruck führen. Bei kleinen Kindern kann es altersgemäß zu einer völlig normalen Sprechunflüssigkeit kommen, die aber völlig unbedenklich ist. Nur in den wenigsten Fällen zeichnet sich ein Stottern ab, auch hierfür sind Logopäden die richtigen Ansprechpartner.
Mögliche Sprachschwierigkeiten können vorliegen, wenn das Kind im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern einen eingeschränkten Wortschatz hat, die Wörter fehlerhaft ausgesprochen werden, ein eingeschränktes Sprachverständnis vorliegt oder bei einer fehlerhaften Grammatik. Eine Sprachentwicklungsverzögerung kann vorkommen, das Kind stottert oder es näselt, schnelles, überstürztes Sprechen bei dem Wörter oder Silben verschluckt werden oder eine außergewöhnliche Stimmlage können Anzeichen für ein Sprachproblem sein. Wenn dem so ist braucht das Kind eine möglichst frühzeitige Förderung.
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