11. November 2009
Die Saugerflasche gehört für viele Kleinkinder zur Grundausstattung, ob sie sitzen, liegen oder herumlaufen: immer wird an Saft, Tee oder Milchnahrung genuckelt. Oft dient dieses Verhalten nicht mehr nur der Nahrungsaufnahme, sondern das Dauernuckeln hat eine beruhigende Wirkung.
Das Dauernuckeln kann aber, vor allen Dingen bei zuckerhaltigen Getränken, die Zähne der Kleinen nachhaltig schädigen. Es kann auch zu Zahnfehlstellungen und Kieferdeformationen führen. Daher sollte das Kind daran gewöhnt werden mit dem Löffelchen zu essen und aus einem Glas oder Becher zu trinken. Wenn das Kind aber an der Flasche dauernuckelt, so zeigt dies auch Bedürfnisse an, die gestillt werden wollen. Man sollte in jedem Fall darauf eingehen und ihm Alternativen bieten und nicht die Flasche von jetzt auf nachher entziehen. So etwa ab dem 10ten- 12ten Lebensmonat kann man das Kind an das normale Trinken gewöhnen. Es braucht noch ein bisschen Geduld und Ausdauer, denn das erforderliche feinmotorische Geschick muss erst noch erlernt werden. Solange das Kind die Flasche noch erhält sollte man darauf achten, dass es diese zügig leer trinkt und nicht bis zu dreißig Minuten daran herumnuckelt. Wenn die Flasche leer ist, soll sie an die Eltern zurückgegeben werden. Zuckerhaltige Getränke sollte man vermeiden, auch Fruchtsäfte am besten immer nur verdünnt anbieten.
Die beste Ernährung für das Kind ist immer noch das Stillen, aber es gibt auch viele gute Gründe um Flaschennahrung zu füttern. Genauso gut hat die Flaschennahrung auch entscheidende Nachteile. Oft signalisiert das Kind, wenn es von der Milchnahrung nicht mehr satt wird und es Zeit ist Beikost zu füttern. Oft wird die Flasche dann aber vor dem Einschlafen etwa noch gebraucht, das soll man dem Kind auch lassen und nicht von einem auf den anderen Tag umstellen. Spätestens ab dem 2ten Lebensjahr ist die Ernährung des Kindes der Erwachsenenernährung angepasst, ab da braucht es eigentlich keine Flasche mehr. Wie lange eine Flasche gegeben werden soll, da scheiden sich die Geister und es gibt keine klare Richtschnur. Aus pädagogischer Sicht soll man die Bedürfnisse des Kindes erkennen, es nicht zwingen und ihm die Flasche so lange lassen wie es das braucht, aber immer wieder Alternativen anbieten.
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