14. Dezember 2009
Auch hochbegabte Kinder können zu Problemkindern werden, weil sie ständig unterfordert sind und dann unter Umständen verhaltensauffällig werden.
Hier gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Förderprogramme und Anlaufstellen. Für alle Problemkinder gilt, dass es immer schulpsychologische Ansprechpartner gibt. Beratungsstellen und Fördereinrichtungen helfen dabei, die Eltern zu unterstützen. Therapeutische Hilfe und medizinische Beratung kann immer angenommen werden. Auch eine sonderpädagogische Unterstützung und heilerziehungspflegerische Hilfe steht zur Verfügung, wenn sie gebraucht wird. Eltern von Problemkindern haben viele Anlaufstellen, wenn sie diese in Anspruch nehmen wollen. Je nach kulturellem und religiösem Umfeld kann auch das zu großen Spannungen und Problemkindern führen, da sie sich hin und her gerissen sowie entwurzelt fühlen. Hier wäre es wichtig, wenn das Umfeld die Problematik erkennen würde und mit allen Mitteln eine Integration des Kindes unterstützen würde anstatt sie zu verhindern suchen. Kinder mit einem problematischen sozialen Umfeld sind weit häufiger betroffen und gefährdet. Gerade Kinder aus bildungsfernen Familien zählen öfter zu den so genannten Problemkindern. Deshalb wäre es wichtig, das Umfeld zu verbessern und Aufklärung zu betreiben. Dabei sind die Kinder so auf die Hilfe und Unterstützung ihres Umfeldes angewiesen.
Wenn Eltern überfordert sind, können auch Großeltern, Geschwister, Onkel und Tanten zu wichtigen Bezugspersonen werden. Wichtig ist es, dass jemand da ist und sich das Kind nicht allein gelassen und unverstanden fühlt. Ganz wichtig scheint es auch zu sein, das Kind nicht zu stigmatisieren. Jeder darf mal anstrengend und schwierig sein, die wichtigste Erfahrung dabei sollte sein, trotzdem geliebt zu werden. Dabei weiß man, dass es wichtig ist das Umfeld der Herkunftsfamilie zu erhalten. In diesem sollte das Kind Halt und Anerkennung finden. Hilfe aus dem Umfeld kann man oft nur erwarten, wenn man sie auch einfordert.
Problemkinder können ambulant durch Pädagogen betreut werden, in Tagesgruppen, durch Pflegeeltern oder in Heimen. Sie können aber auch von einem gesunden und stabilen Umfeld aufgegangen werden. Problemkinder profitieren davon, wenn sich die Kindertageseinrichtungen und Schulen mit den psychosozialen Diensten und anderen Einrichtungen im Umfeld vernetzen. Es ist nicht schlimm ein Problemkind zu sein, aber es ist schlimm wenn das Umfeld nicht reagiert und Hilfestellung gibt.
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