Muttermilch übt Einfluss auf den IQ aus

Studie zeigt: Gestillte Kinder werden im Leben erfolgreicher

Von Nicole Freialdenhoven
19. März 2015

Dass die Ernährung mit Muttermilch für Säuglinge viele positive Effekte auf ihre Gesundheit hat, ist bekannt. Doch einer neuen Studie aus Brasilien zufolge profitiert nicht nur der Körper vom Stillen, sondern auch das Gehirn:

Kinder, die ausschließlich Muttermilch erhalten hatten, wiesen demnach später einen höheren IQ auf.

Studie zum Zusammenhang von Muttermilch und Intelligenz

Für die Studie werteten die Wissenschaftler der Universidade Federal de Pelotas die Daten von knapp 6.000 Babys auf, die im Jahr 1982 unterschiedlich lang gestillt worden waren.

Studienergebnisse

Die heute verbliebenen 3.493 erwachsenen Teilnehmer wurden nun einem Intelligenztest unterzogen. Dabei stellte sich heraus, dass diejenigen, die als Babys möglichst lange gestillt worden waren, eine höhere Punktzahl auf der IQ-Skala erreichten als diejenigen, die nur kurz gestillt worden waren.

Schon das Zufüttern mit Tee oder Wasser senkte den Effekt bereits um die Hälfte.

Gestillte Kinder und ihr Lebenslauf

Die höhere Intelligenz der gestillten Kinder spiegelte sich auch in ihren Lebensläufen wider: Sie hatten eine höhere Schulbildung absolviert und verdienten im Schnitt knapp 100 Euro mehr im Monat als die nur kurz gestillten Teilnehmer.

In Brasilien entspricht diese Summe fast einem Drittel des Durchschnittseinkommens.