10. November 2010
Von Andreas Hadel
Wie eine neue Studie aufzeigt, erhöhen stillende Mütter, die über ihre Ernährung eine hohe Menge an Transfetten zu sich nehmen, maßgeblich die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Neugeborenen einen hohen Anteil an Körperfett haben werden.
Transfette sind Fette, die künstlich produziert werden. Der genaue Prozess wird als Hydrierung bezeichnet. Dieser Prozess wandelt flüssiges Öl, das aus Gemüse gewonnen wird, in feste Fette um. Sie wurden in Tausenden von industriell hergestellten Nahrungsmitteln gefunden, wie zum Beispiel in Fast Food oder Fertigessen.
US-Forscher fanden heraus, dass Neugeborene von stillenden Müttern, die mehr als 4,5 Gramm an Transfetten pro Tag zu sich nahmen, nahezu doppelt so hohe Werte an Körperfett (Fettleibigkeit) hatten als Neugeborene, deren Mütter weniger als 4,5 Gramm an Transfetten pro Tag zu sich nahmen.
Das Forscherteam suchte nach verschiedenen Arten von Fetten und konnte letztlich die Transfette als die ausschlaggebenden Fette für die Erhöhung der Körperfettwerte ausfindig machen.
Alex Anderson, Professor an der Georgia-Universität und einer der Wissenschaftler, die an der Studie beteiligt waren, sagte, dass Transfette ein entscheidender Faktor bei der Entstehung von Fettleibigkeit seien.
In den Forschungsergebnissen betonte er, dass Muttermilch als optimale Ernährung für eine gute Gesundheit eines Neugeborenen angesehen wird, aber letztendlich die Muttermilch selbst auch hohe Mengen an Transfetten in sich bergen kann. Im großen und ganzen hängt die Menge der Transfette von der Diät der Mutter ab.
Weiterhin fand er heraus, dass es wichtig ist, das Körperfett im Verhältnis zum Körpergewicht zu messen, und nicht wie früher davon auszugehen, dass Übergewicht zu haben gleichbedeutend mit einer großen Prozentanzahl an Körperfett und umgekehrt ist.
Es ist nicht nur das Gewicht, aber der Anteil an Körperfett einer Person, die die Gesundheit beeinflusst. Das ist der Grund, warum Fettleibigkeit ein so wichtiges Kriterium für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist.
Um den Effekt einzudämmen, den die Aufnahme von sich in der Muttermilch befindlichen Transfette bei Kindern auslöst, untersuchten die Experten drei verschiedene Gruppen – Mütter, die Ihre Kinder ausschließlich mit Muttermilch ernährten, diejenigen, die nur Muttermilchersatz einsetzten und die dritte Gruppe wurde durch Mütter gestellt, die den Einsatz von Muttermilch und Muttermilchersatz mischten.
Neben der Bestimmung des Fettanteils im Körper der Kinder, zeigten die Studien, dass Mütter, die mehr als 4,5 Gramm an Transfetten pro Tag zu sich nahmen, das Risiko der Fettzunahme bei sich selbst um das sechsfache erhöhten. Diese Ergebnisse standen unabhängig von dem Gewicht der Frauen vor Beginn der Schwangerschaft.
Diese Ergebnisse zeigen, dass die Aufnahme von Transfetten einen weitaus höheren Gewichtseffekt für stillende Mütter hat als zu jeder anderen Phase in ihrem Leben als Frau.
Weitere Informationen zu den Forschungsergebnissen wurden in "The European Journal of Clinical Nutrition" veröffentlicht.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
01.04.12 | |
![]() | MUTTERMILCH |
![]() | MUTTERMILCH |
02.01.12 | |
![]() | MUTTERMILCH |
![]() | MUTTERMILCH |
29.10.11 | |
![]() | MUTTERMILCH |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Muttermilch Forum

