18. November 2009
Die Mutterliebe ist entscheidend für die kindliche Entwicklung, vor allem durch die Geburt entsteht eine starke Gefühlsbindung. Die Mutterliebe muss sich aber nicht zwangsläufig nur auf die leibliche Mutter begrenzen.
Pflegemutter ist keine Erfindung der Neuzeit, schon in früheren Zeiten gab es Ammen und Ersatzmütter, selbst im Tierreich gibt es dieses Phänomen, dass fremde Kinder angenommen werden. Immer schon konnten auch nicht leibliche Mütter innige Gefühle zu Kindern entwickeln. Der mütterliche Instinkt und die mütterliche Liebe müssen nicht auf leibliche Kinder beschränkt sein. Auch zwischen Pflegekind und Pflegemutter kann eine sehr enge Bindung entstehen. Diese gegenseitige Liebe ist ein Prozess, der mit der Zeit reift.
Es gibt Kurzzeit- und Langzeitpflegemütter, dementsprechend unterschiedlich ist auch die Bindung an das Kind. Der Pflegemutter fehlen entscheidende Erfahrungen mit dem Kind, wie die Schwangerschaft und das Stillen. Schwangerschaft und Stillzeit legen elementare Grundsteine für Nähe und Geborgenheit, Vertrauen und Zugehörigkeitsgefühl zwischen Mutter und Kind. Obwohl diese Erfahrungen vorenthalten blieben, können zwischen Pflegemutter und Pflegekind trotzdem eine innige Liebe entstehen. Lieben heißt vor allen Dingen auch Verantwortung übernehmen, für jemand da zu sein und sich um ihn zu kümmern. Diese Bereitschaft trägt eine Pflegemutter in der Regel in sich und das Kind spürt es natürlich. Wenn es sich wahrgenommen und angenommen fühlt, spürt es die Zuwendung und die Liebe, die ihm entgegen gebracht wird und wird diese Gefühle auch erwidern. Ein Kind braucht eine Bezugsperson, einen Halt und jemand der ihm Sicherheit vermittelt. Jemand auf den es sich verlassen kann. Es wird viel davon geredet und geschrieben, dass das Kind das so genannte "Urvertrauen" aufbauen muss. Dieses wird ihm normalerweise hauptsächlich von der leiblichen Mutter vermittelt, die immer da ist und sich sorgt und kümmert. Diese Stellung kann aber auch eine Pflegemutter einnehmen. Mütterliche Liebe wird im günstigsten Fall als bedingungslose Liebe erfahren, die ohne wenn und aber liebt.
Diese tiefe Liebe schreibt man in der Regel der leiblichen Mutter zu. Aber immer wieder gibt es Fälle, in denen die leibliche Mutter keine innige Beziehung zu dem Kind aufbauen kann aus welchen Gründen auch immer. Und umgekehrt, dass es Pflegmütter gibt, welche ihre Pflegekinder bedingungslos lieben.
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