Verwendung, Qualitätskriterien und richtige Reinigung von Milchflaschen

Babyflaschen gibt es aus Plastik oder Glas - wir informieren über Vor- und Nachteile und geben Tipps zum Kauf

Wenn das Stillen nicht möglich ist oder nicht ausreicht, muss man auf eine alternative Babynahrung zurückgreifen, dafür werden die Milchflaschen gebraucht.

Teddybär, Windeln, Milchflasche und Geldscheine (90 Euro)

Verwendungsmöglichkeiten

Milchflaschen dienen der Ernährung des Babys, es gibt sie aus Glas oder aus Kunststoff, sie haben einen Schraubverschluss und einen Sauger oder können ohne den Sauger mit einem Deckel verschlossen werden.

Für Milchnahrung sowie zum Abpumpen

Für die Babyernährung benötigt man in der Regel mehrere Babyflaschen. Ein Baby trinkt im Durchschnitt ungefähr fünf bis acht Milchflaschen am Tag.

Milchflaschen sind hauptsächlich für alle Arten von Milchnahrung für Babys geeignet. Wenn voll gestillt wird, werden eigentlich keine Milchflaschen gebraucht. Aber manchmal wird Muttermilch abgepumpt, vielleicht weil sich die Mama einen freien Abend gönnen will, dann ist eine Milchflasche dienlich, um damit die Muttermilch zu füttern.

Oder aber es wird herkömmliche Milchnahrung gefüttert oder der Milchbrei kommt schon in Betracht - die Milchflasche wird immer gebraucht und ist dafür geeignet. Dabei gibt es unterschiedliche Arten von Saugern, die zum Beispiel speziell für flüssige Nahrung und für Breinahrung geeignet sind.

Zum Einfrieren und für unterwegs

Viele Milchflaschen, allerdings nicht aus Glas, eignen sich auch zum Einfrieren, etwa

Milchflaschen sind auch ideal für unterwegs, wenn man sie in einem speziellen Thermobehälter transportiert.

<h4>Zum Füttern und Selbsttrinken

Milchflaschen sind dafür geeignet, um das Kind zu füttern. Auch wenn das Kind die Flasche schon selbst halten möchte, gibt es Varianten mit Griffen. Milchflaschen gibt es von vielen unterschiedlichen Herstellern in verschiedenen Formen und Größen sowie in unterschiedlichen Preisklassen.

<h4>Generelle Aufbewahrungsmöglichkeit

Milchflaschen eignen sich auch zum Aufbewahren von Soßen, selbst gemachten Smoothies und ähnlichem.

<h3>Die Vielfalt an Babyflaschen

Es gibt Glasflaschen und Plastikflaschen und beide haben ihre Vor- und Nachteile. Es gibt auch kleine braune Milchflaschen mit einem Schraubgewinde, diese werden auch für Fruchtsäfte empfohlen, die Lichtschutz brauchen.

<h4>Merkmale von Plastikflaschen <h5>Schädliche Weichmacher

Plastikflaschen sind etwas in Verruf geraten, denn Plastik enthält Weichmacher und den Schadstoff Biphenol A (BPA). Bei der Erwärmung der Flaschen soll der Schadstoff in die Nahrung aufgenommen werden und gelangt so in den Organismus des Kindes.

Man geht davon aus, dass dieser Stoff extrem gesundheitsgefährdend ist. Die Hersteller haben bereits reagiert und so genannte Bfree Plastikflaschen hergestellt. Entscheidet man sich für Plastikflaschen, sollte man darauf achten.

<h4>Vorteile und Nachteile

Plastikflaschen bieten den Vorteil, dass sie leicht und relativ bruchsicher sind. Hält das Kind die Flasche schon allein, kann es eine Plastikflasche leichter halten. Man sollte die Flasche dem Kind aber nie zum Dauernuckeln überlassen, weil sonst die Zähne kariesgefährdet sind.

Plastikflaschen haben den Nachteil, dass sie durch die Bürstenreinigung innen schnell zerkratzen, dies bietet einen idealen Nährboden für Keime und wenn die Flasche zerkratzt ist muss sie unbedingt entsorgt und durch eine neue ersetzt werden.

<h5>Greifflaschen

Aus Plastik gibt es spezielle Greifflaschen, die das Baby dank der Griffe selbst halten kann; diese sind

  • leicht
  • ergonomisch geformt und
  • liegen gut in der Hand.

Diese Griffe sind dann aber auch wieder schwerer zu reinigen hier können sich wieder bevorzugt Keime einnisten. Die Plastikflaschen bieten noch den Vorteil, dass es sie in vielen verschiedenen Varianten gibt und man so diese heraussuchen kann, mit der das Kind am besten zurechtkommt. Plastikflachen sind meist auch bunter und mit fröhlichen Motiven versehen.

<h4>Merkmale von Glasflaschen

Glasflaschen sind wesentlich schwerer und können auch leicht zu Bruch gehen. Allerdings zerkratzen sie nicht so leicht und geben keine Schadstoffe ab. Deshalb sind sie langlebiger, dafür aber in der Anschaffung teurer.

<h4>Unterschiedliche Sauger

Bei den Saugern muss man auf die unterschiedlichen Lochgrößen achten, je nachdem ob er für Milchnahrung oder für dünne Breinahrung verwendet werden soll. Spezielle Ventil-Sauger verhindern ein Luftschlucken des Kindes.

Die Sauger haben unterschiedliche Formen, entweder sind sie der Mutterbrust nachempfunden, diese werden von stillenden Müttern bevorzugt, oder sie sind ergonomisch dem Gaumen des Kindes nachgebildet.

<h5>Besonders empfehlenswert: Avent Milchflaschen

Testberichte zu Avent Milchflaschen, die von einem englischen Hersteller stammen, besagen, dass diese Milchflaschen besonders für Babys geeignet seien, die andere Milchflaschen ablehnen.

  • Der Sauger ist der mütterlichen Brust nachempfunden
  • das Saugersystem soll Koliken verhindern und
  • durch die große Öffnung sind die Flaschen gut zu säubern.
<h3>Richtige Reinigung von Milchflaschen

Babyflaschen müssen regelmäßig nach jedem Gebrauch für hygienische Sauberkeit gereinigt werden. Zuerst sollte man die Flaschen ausspülen und mit einer speziellen Flaschenbürste säubern. Die Flaschenbürste erhält man in Drogeriefachmärkten.

Eine Reinigung in der Spülmaschine ist nicht zu empfehlen, da die Geschirrspülreiniger zu aggressiv sind. Außerdem führt es zu einem größeren Materialverschleiß.

Die Schraubverschlüsse und die Sauger müssen ebenfalls gereinigt werden.

<h4>Tipps zum Sterilisieren

Damit sich keine Keime bilden und der gesunde Trinkgenuss für das Baby erhalten bleibt, müssen die gesamten Flaschen ebenfalls sterilisiert werden.

<h5>Kochendes Wasser

Dies kann man in kochendem Wasser tun, in welches Flaschen, Sauger und Schraubverschlüsse eingelegt werden. Es sollen sich aber keine Luftblasen bilden und die Flaschen müssen ganz mit Wasser bedeckt sein, dann lässt man sie ungefähr zehn Minuten kochen.

<h5>Vaporisator

Einfacher, schneller und zuverlässiger geht es mit einem Vaporisator oder einem Sterilisator. Diese erhält man beim Babyzubehör, sie funktionieren auf ähnliche Weise.

Sie dienen zur umweltfreundlichen Desinfektion mit Wasser und kommen ganz ohne Chemikalien aus. Hier wird das Reinigungsgut meist in ein Körbchen eingelegt und die Flaschen auf Ständern und im Wasserdampf mit moderner Technik sterilisiert.

Viele dieser Geräte haben auch mehrere Funktionen, so dass noch Gläschennahrung oder andere Babynahrung erhitzt werden können. Ihre Funktionalität macht sie zu praktischen Helfern.

<h4>Was es zu vermeiden gilt

Von einer chemischen Reinigung, meist mit Reinigungstabletten ist eher abzuraten. Vor allem Plastikflaschen können durch das Reinigen mit der Bürste Kratzer bekommen. Sind Kratzer sichtbar, muss die Flasche ausgewechselt werden, da sich in diesen Kratzern bevorzugt Keime festsetzen können.

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Grundinformationen und Tipps zu Milchflaschen

  • Verwendung, Qualitätskriterien und richtige Reinigung von Milchflaschen

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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