29. Juni 2011
Eine Studie mit Kleinkindern im durchschnittlichen Alter von 16 Monaten brachte die Erkenntnis, dass sogar schon die Kleinsten ein technisches Verständnis besitzen. Der Erwachsene analysiert bei einem defekten Gerät zuerst, ob er selbst die Handhabung nicht beherrscht, oder das Gerät an sich defekt ist. Auch Kleinkinder beherrschen diesen Analyseschritt, so das Ergebnis aus der US-Studie.
Die Kinder wurden mit einem Musikgerät in Kontakt gebracht, das entweder einen Defekt hatte, oder auch nicht. Das Verhalten der Kinder wurde genau studiert.
Die Forscher saßen mit dem Kind und den Eltern gemeinsam in einem Raum. Es lagen identische Musikinstrumente auf dem Tisch, die sich nur in der Farbe unterschieden. Die Forscher betätigten das grüne Instrument und es machte Töne. Die Forscher konnten mittels eines Schalters nach diesem Vorspiel das Gerät aber stumm schalten, was kein Kind sah. Gab man dem Kind nun das grüne Instrument, erklang kein Ton. Die Kinder gaben daraufhin das Gerät ihren Eltern. Daraus schließt man, dass die Kinder nicht etwa Defekte im Spielzeug vermuteten, sondern sich selbst als Fehlerquelle sahen, da der Erwachsene es ja bedienen konnte. Gab man den Kindern eines der anderen Musikgeräte, die nicht gespielt worden waren, und diese gaben keine Töne, so wurde eines der übrigen auf dem Tisch probiert. Hier schienen die Kleinkinder den Fehler also im technischen Gerät selbst zu sehen und nicht in ihrem Unvermögen.
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