9. November 2009
In den ersten Lebensjahren legt das Kind nicht nur eine enorme körperliche Entwicklung zurück, sondern auch die geistigen Entwicklungsschritte sind immens.
Für den Säugling ist die einzige Art sich mitzuteilen das Schreien, ob er Hunger hat, müde ist, Zuwendung braucht oder Schmerzen hat, kann er das nur durch Schreien signalisieren. In den ersten Wochen gewöhnt sich das Baby an die Stimmen der ihm vertrauten Personen, besonders der Mutter. Der Säugling ist empfänglich für Körperkontakt und Zuwendung. Viele Menschen benutzen eine Babysprache, die dem Kind aber nicht entgegen kommt. Im ersten Lebensmonat sind Eltern und Kind noch damit beschäftigt sich kennen zu lernen und eine Bindung aufzubauen. Der Säugling kann schon Blickkontakt halten. Später fängt das Kind an erst zu Lallen und dann zu Plappern. Der Tagesablauf wird strukturiert und das Kind fängt an zu lächeln. Das Sehvermögen wird besser, es reagiert auf Bewegungen und auf Geräusche. Die Hände werden zum interessanten Spielzeug, Fingerspiele, Reime und ähnliches verfolgt das Kind schon aufmerksam. So etwa ab dem vierten Lebensmonat werden Gegenstände gegriffen und in den Mund gesteckt. Eltern und Kind sind jetzt in einem regelrechten Dialog, das Baby reagiert auf Zuwendung und äußert Wohlbehagen. Rasseln oder Greiflinge können jetzt schon mit beiden Händen genommen werden und werden immer noch in den Mund gesteckt. Eine Trennung von der Mutter kann das Kind nicht gut verkraften. Das Kind wird immer neugieriger aber auch vertrauter mit seiner Umgebung. Das Baby unterscheidet vertraute und unbekannte Personen und fängt dann so etwa im achten Lebensmonat an zu Fremdeln. Es ist an allem interessiert und verfolgt Aktionen mit seinen Blicken.
Von nun an geht es rasant voran, die ersten Spielsachen schulen die Wahrnehmungen. Die ersten Wörter werden gesprochen und diese sind zumeist Mama und Papa. Das Kind fängt jetzt an zu krabbeln und es versteht "Nein" und Verbote sowie kleine Aufforderungen. Immer mehr an Bedeutung gewinnt die Nachahmung der Erwachsenen. Mit dem ersten Lebensjahr tauchen die ersten Wörter auf, beim Anziehen kann es schon mithelfen. Bis zum Kindergartenalter wird ein unglaublicher Entwicklungsschritt zurückgelegt. Das Kind kann nun reden, spielen, seine Gefühle äußern, auch seinen Unmut und die Umwelt wird erkundet.
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