22. August 2009
Von Viola Reinhardt
Abhängen vor dem Fernseher oder dem Computer, ständig ausfallende Sportstunden in der Schule und ein alltäglicher Bewegungsmangel, behindern die heranwachsenden Kinder aus zahlreichen Richtungen. Hier ist es Sache der Eltern ihren Kindern dabei zu helfen gesund und glücklich groß zu werden. Zehn Tipps als Gehirn-Fitness helfen dabei.
1. Den Kindern sollte man als Eltern eine Vielzahl an Bewegungsmöglichkeiten anbieten. Hier gehört das Laufen ebenso dazu als auch rollern, klettern, Fußball spielen oder Fahrrad fahren.
2. Kinder sollten bei ihren Aktivitäten lieber mehrere kleine Pausen einlegen als nur eine große. Als Richtlinie kann man sich bei Kindern unter sechs Jahren an alle zehn Minuten je Minimum 60 Sekunden und ab dem Alter von sechs je dreißig Minuten fünf Minuten Pause orientieren.
3. Bewegungen sollten spielerisch in den Tag eingebracht werden, so etwa durch "Wer kann besser rückwärts laufen oder auf einem Bein bis zum Gartentor hüpfen?"
4. Kinder verfügen über ein Höchstmaß an Fantasie. Diese als Motivation zu nehmen macht allen Beteiligten Spaß! Wie bewegen sich die unterschiedlichen Tiere, ist hier bei Kindern und Erwachsene ein lustiges Spiel, das zeitgleich mehrere Fähigkeiten trainiert.
5. Das Hören unterschiedlicher Musik trainiert bei den Kindern die Sinne. Kombiniert man dann noch ein ausgelassenes Tanzen, wird auch die Motorik angeregt und fast alle Muskeln sanft stimuliert.
6. Ebenfalls hervorragend geeignet ist das "Blinde Kuh-Spiel". Ob man das Kind durch einen Raum oder den Garten führt oder auch "blind" Gegenstände ertasten lässt: Hier kann man sich sicher sein, dass die Synapsen sich aktiv vernetzen und dem kindlichen Gehirn auf die Sprünge hilft.
7. Schnitzeljagden durch den Wald oder die Stadt hingegen ist eine klasse Möglichkeit den Bewegungs- und auch Forscherdrang der Kleinen zu wecken und diesem auch gerecht zu werden. Da man diese Jagd mit anderen Kindern organisieren kann, wird gleichzeitig auch die soziale Kompetenz des Kindes gefestigt.
8. Statt mit dem Kind und seinen Freunden beim Kindergeburtstag brav im Kino zu sitzen, sollte man mal lieber schwimmen gehen oder auch kleine sportliche Wettbewerbe durchführen. Sackhüpfen, Eierlaufen und Ähnliches gefällt auch im 21. Jahrhundert fast allen Kindern.
9. Die Wochenende sollte gerade bei schönem Wetter im Zeichen der Familie stehen. Picknick und Radwander-Touren, Entdeckungstouren im Wald oder am Wasser, sowie ein gemeinsames Entdecken der Stadt auf Inlinern sind tolle Möglichkeiten, die auch die Eltern nicht einrosten lässt.
10. Statt voller Angst dem Kind zu sagen "Pass auf, du fällst runter" oder auch "Das ist zu hoch für dich", sollten Eltern ihren Kindern trauen ihre eigenen Fähigkeiten austesten zu können. Denn: Ein Kind fällt nicht, weil es unsicher ist, sondern durch die (unbegründeten) Ängste der Eltern!
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