10. Februar 2012
Die vierte Klasse ist die letzte Grundschulklasse. Der Übertritt steht kurz bevor, und der Leistungsdruck für die Schüler steigt nochmals.
Kinder, die in den ersten drei Grundschuljahren schon sehr gute Leistungen erzielt haben, werden dies vermutlich auch in der vierten Klasse erreichen. Der Leistungsdruck ist bei diesen Kindern deutlich geringer als bei Kindern, die mittelmäßige Leistungen erzielen.
In der vierten Klasse entscheidet sich – je nach Bundesland – ob das Kind auf eine weiterführende Schule gehen kann. Nicht nur viele Eltern setzen ihr Kind nun sehr unter Leistungsdruck sondern auch die Kinder selbst. Sie wollen mit Freunden zusammenbleiben und werden aber möglicherweise getrennt, wenn verschiedene Schulen nach der vierten Klasse besucht werden.
Im Fach Mathematik lernt der Viertklässler nun geometrische Formen, die Benutzung des Geo-Dreiecks, um z.B. parallele Linien zu zeichnen und das Rechnen mit Klammern. In Deutsch stehen Vergangenheitsformen, Diktate, Aufsätze und die Vertiefung der Rechtschreibung auf dem Lehrplan.
Die meisten Viertklässler sind nun in der Lage, ihren Schulranzen für den nächsten Schultag selbstständig zu packen und ggfs. z.B. auch an die benötigten Sportsachen zu denken. Die neun- bis zehnjährigen Schüler gehen nun mit Vorliebe alleine mit den Freunden ins Schwimmbad oder zum Schlittschuhlaufen oder unternehmen andere Dinge zusammen. Dabei bleiben Mädchen und Jungen noch gerne unter sich und veräppeln das andere Geschlecht.
Trotzdem sind schon etliche Viertklässler – besonders Mädchen – in der Pubertät. Wenige Mädchen hatten vielleicht auch schon ihre erste Regelblutung.
So wichtig das vierte Grundschuljahr für die weitere schulische Laufbahn eines Kindes ist, so sehr sollten sich Eltern auch bemühen, das Kind nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Erreicht das Kind jetzt noch nicht die Leistungen, die notwendig sind, um auf die Realschule oder das Gymnasium zu gehen, so gibt es heutzutage auch auf dem zweiten Bildungsweg noch viele verschiedene Möglichkeiten, die zum Ziel führen. Nicht jedes Kind ist für das Gymnasium geeignet, und auch wenn die Leistungen ausreichen, so sollten Eltern genau abwägen, ob ihr Kind diesem Stress im Gymnasium auch emotional gewachsen ist.
Mit den zehn Euro Taschengeld, die ein Viertklässler im Schnitt von seinen Eltern erhält, gehen die Kinder nun z.B. gerne Eis essen mit der besten Freundin oder den Kumpels. Die Kinder kapseln sich dabei bewusst von ihren Eltern ab, was jedoch die Eltern-Kind-Beziehung nicht stören sollte. Die Entfernung von den Eltern ist ein wichtiger Entwicklungsschritt und hat nichts damit zu tun, dass das Kind seine Eltern nun weniger liebt als noch vor ein paar Jahren.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
23.05.12 | |
![]() | KINDERENTWICKLUNG |
19.05.12 | |
![]() | KINDERENTWICKLUNG |
17.05.12 | |
![]() | KINDERENTWICKLUNG |
10.05.12 | |
![]() | KINDERENTWICKLUNG |
05.05.12 | |
![]() | KINDERENTWICKLUNG |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Kinderentwicklung Forum

