27. Juli 2006
Die Geburt eines Kindes ist ein Ereignis, welches das bisherige Leben völlig auf den Kopf stellt. Große Veränderungen im Tagesablauf, der Partnerschaft und im Beruf rollen auf die frische Mutter zu. Zahlreiche Probleme gibt es gerade beim Wiedereinstieg in die Berufswelt zu meistern. Doch mit guter Organisation können Kind und Beruf durchaus vereint werden.
Viele Mütter überlegen, nach dem Erziehungsurlaub in das Berufsleben zurückzukehren. Ein mitunter schwieriges Unterfangen. Schon vor der Suche nach geeigneten Arbeitszeiten, sehen sich viele Frauen vor erste Probleme gestellt. Ihr Kind braucht Sie; Sie haben vielleicht auch Angst, wichtige Entwicklungen des Sprösslings zu verpassen. Diese Gewissensbisse kann Ihnen niemand abnehmen. Mit etwas Organisationstalent gelingt es jedoch, Zeit für Kind und Job zu finden. Natürlich brauchen Kinder die Nähe ihrer Eltern, sie können sich jedoch auch gut ohne sie beschäftigen. Schlüsselkinder sind keine unglücklichen Kinder. Studien konnten belegen, dass Kinder von berufstätigen Eltern selbstständiger sind und in Sachen Bildungserfolg mit Kindern mithalten können, die aus Kernfamilien kommen.
Haben Sie sich letztendlich dafür entschieden, sich wieder ins Arbeitsleben zu stürzen, so muss zunächst für die Betreuung des Kindes gesorgt werden. Ganztageskindergärten und -schulen sind leider noch immer eine Seltenheit. Es gibt jedoch Einrichtungen, die Ihr Kind bis in die Abendstunden kostengünstig betreuen. Auch Tagesmütter und Au Pair-Mädchen müssen nicht viel kosten.
Gerade für berufstätige, allein erziehende Mütter kann die Bewältigung des Haushaltes eine enorme Hürde sein. Eine Haushaltshilfe kann Ihnen zur Hand gehen und zeitaufwändige Arbeiten abnehmen. Statt sich stundenlang mit Fensterputzen herumzuärgern, können Sie den Nachmittag mit Ihrem Kind im Tierpark oder auf dem Spielplatz verbringen.
Ist für die Unterbringung des Kindes gesorgt, kann der Wiedereinstieg in den Beruf angegangen werden. Dabei sollten gerade Frauen in qualifizierten Positionen nicht länger als nötig warten, damit die einstige Eignung nicht veraltet ist. Frauen in Führungspositionen haben es besonders schwer. Häufig bleibt ihnen nur die Entscheidung zwischen Kind und Karriere.
Es lässt sich jedoch durchaus ein positiver Trend auf dem Arbeitsmarkt beobachten. Immer mehr Betriebe bieten familienfreundliche Arbeitszeitmodelle an. Zu diesen Modellen zählen vor allem die Teilzeitarbeit und das Arbeiten von Zuhause. Sehr günstig für berufstätige Mütter ist das ergebnisorientierte Arbeiten nach flexiblen Zeiten.
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