7. Oktober 2009
Wenn eine Mutter den Wiedereinstieg in das Berufsleben wagt, braucht sie jede erdenkliche Unterstützung für ein erfolgreiches Gelingen.
Die Familienministerin Ursula von der Leyen meint, dass Mütter in der Familienphase Management Qualitäten erwerben. Denn hier ist vor allen Dingen Organisationstalent, Flexibilität und Belastbarkeit gefragt. Sie hat zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit ein Wiedereinstiegsprogramm für Mütter erarbeitet. Für Berufsrückkehrerinnen gibt es eine Weiterqualifizierung und Weiterbildung die von der Bundesagentur für Arbeit angeboten wird. Das Programm besteht aber noch aus vielen weiteren Bausteinen. Der Wiedereintritt in das Berufsleben ist ein längerer Prozess. Die Frauen sind vor allem auf die Unterstützung der Familienmitglieder angewiesen, die von dieser Entscheidung mit betroffen sind. Hier sollten nicht nur Partner eingebunden werden, vielleicht können auch Omas, andere Verwandte und Bekannte einspringen und helfen. Je mehr Helfer sich anbieten umso leichter wird es für die Mütter.
Frauen, die in einer Beziehung leben, profitieren von der Möglichkeit der Aufgabenteilung innerhalb der Familie. Hier erleichtert das Elterngeld die Situation. Wesentlich schwerer ist der Wiedereinstieg für allein erziehende Mütter. Hier wird die Vereinbarkeit von Kind und Beruf oft sehr strapaziert. Für gering verdienende gibt es für Krippen- und Kindergartenplätze auch staatliche Zuschüsse. Allerdings wurde bei privaten Einrichtungen nur der Satz gewährt, den eine staatliche Krippe oder ein Kindergarten kostet. Diese Zuschüsse kann man bei dem Jugendamt beantragen. Zuschüsse wurden in der Vergangenheit auch teilweise für Tagesmütter gewährt.
Es gibt den Verband berufstätiger Mütter (VBM), der die Interessen der Frauen vertritt und unterstützt. Weiterhin gibt es viele Anlauf- und Beratungsstellen die den Müttern und auch Vätern eine individuelle Beratung bieten um sie bei dem Wiedereinstieg zu unterstützen. Der Recklinghäuser Verein RE/finit initiierte eine Teilzeitberufsausbildung für junge Eltern ohne Berufsabschluss.
Mütter haben oft den Hang zum Perfektionismus und den hohen Anspruch alles allein managen zu wollen. Deshalb ist es vor allen Dingen auch ein Lernprozess Hilfe und Unterstützung annehmen zu können. Hier ist ein Umdenken gefragt, denn Mütter fühlen sich oft schlecht und glauben versagt zu haben, wenn sie Unterstützung brauchen. Gerade deswegen ist es wichtig, sich die Hilfe zuzugestehen und sie vielmehr noch als gutes Recht bei einer Dreifachbelastung zu betrachten.
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