5. November 2009
Von einem Frühgeborenen spricht man, wenn das Baby vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geboren wurde. Durch die moderne Neugeborenenmedizin werden die Chancen für Frühgeborene immer besser.
Neuere Studien gehen davon aus, dass Entwicklungsrückstände, die frühgeburtlich bedingt sind, aufgeholt werden können. Mit speziellen Therapien und entsprechender Förderung können Entwicklungsverzögerungen bis zum Schulalter aufgeholt werden. Die Mehrheit aller Frühgeborenen wachsen ohne gesundheitliche Behinderung oder Entwicklungsbehinderung heran. Je ausgereifter das Kind geboren wurde, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit für eine Beeinträchtigung. Das Risiko ist umso geringer, je weiter das Kind bei der Entbindung entwickelt war. Frühgeborene haben in der Regel ein geringes Geburtsgewicht und sind kleiner, später etwa in den ersten sechs Lebensmonaten holen die meisten ihre Altersgenossen wieder ein. Die Entwicklung von Frühgeborenen kann verzögert sein, die verschiedenen Stadien wie Lächeln, Greifen, Sitzen, Laufen und Sprechen lernen können sich nach hinten verschieben. Bei Kindern mit einem geringen Geburtsgewicht ist die Wahrscheinlichkeit an bestimmten gesundheitlichen Störungen zu erkranken größer. Auch Hör- und Sehprobleme können vermehrt auftreten. Deshalb sollten Frühgeborene regelmäßige Kontrolltermine beim Arzt wahrnehmen. Marmorierte oder gelbe Zähne kann ein Kind haben, das sehr viel zu früh geboren wurde. Sehr kleine Frühgeborene können auch verspätet in die Pubertät kommen. Ebenso können die geistige Entwicklung, das Sozialverhalten und die kognitiven Fähigkeiten bei einem Frühgeborenen gestört sein.
Es kommt darauf an in welcher Schwangerschaftswoche das Kind geboren wurde und wie sein Geburtsgewicht und seine Größe ist. Frühgeborene mit einem Gewicht von 1500g oder die über der 30. Schwangerschaftswoche geboren wurden, haben auch bessere Chancen. Je früher das Kind auf die Welt kam und je geringer das Gewicht und die Größe waren, umso eher kann es zu Entwicklungsstörungen kommen. Wenn es im Verlauf zu weiteren Komplikationen kam, sind die Frühgeborenen besonders gefährdet.
Man geht heute davon aus, dass ein gesundes soziales Umfeld für die Frühgeborenen wichtig ist und es ihre Entwicklung positiv beeinflusst. Ein stabiles familiäres Umfeld trägt zu der gesunden Entwicklung des Frühgeborenen bei. Eltern sollten ihre Aufmerksamkeit darauf richten, das Kind im späteren Alter nicht zu überhüten. Außerdem sollten die Eltern sich um die Förderung des Kindes bemühen, Therapien wahrnehmen und regelmäßige Arztbesuche einhalten.
In Rosenheim gibt es eine wunderschöne Einrichtung, wo Kinder mit Bewegungsströrungen, Behinderungen (CP, Spastik, Spitzfußstellung, Hypotonie...
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