9. Oktober 2009
Die ersten Anzeichen einer Entwicklungsstörung sollten ernst genommen werden, damit rechtzeitig die richtigen Behandlungsschritte eingeleitet werden können.
Ist erstmal eine Entwicklungsstörung diagnostiziert, so ist es für die meisten Eltern erst einmal ein Schock. Ängste und Sorgen um die Zukunft des Kindes beherrschen die Lage. Je besser die Eltern informiert sind, umso einfacher können sie mit der Situation umgehen. Wichtig ist es für die Eltern, dass sie ihr Kind liebevoll annehmen und es so weit wie möglich unterstützen und fördern. Je nach Art der Störung wird für das Kind ein Therapiekonzept erstellt und die Eltern sind hier meist auch eingebunden. Vorträge, Seminare und Fachliteratur zu diesem Thema können den Eltern den Umgang mit der Situation erleichtern. Auch ein Austausch mit anderen betroffenen Eltern kann unterstützen und helfen. Je nach dem Schweregrad der Entwicklungsstörung ist oft der ganze Einsatz der Eltern gefragt, so dass auch für die Eltern eine Hilfe und Unterstützung sinnvoll ist.
In der Therapie ist immer vorgegeben, dem Kind fehlende Fertigkeiten zu vermitteln und den Alltag zu erleichtern. Auch die Eltern haben einen Anspruch auf eine Alltagserleichterung. In der Therapie werden Eltern und andere Bezugspersonen auch beraten, um das Kind zu Hause unterstützen zu können. Oft bekommen Eltern konkrete Anweisungen und Übungen, die sie mit dem Kind im häuslichen Bereich umsetzen sollen. Sie müssen nicht tatenlos zusehen, sondern können selbst tätig werden und das gibt oft ein gutes Gefühl. Entwicklungsstörungen sind unterschiedlich, sie äußern sich körperlich, etwa als grobmotorische Störung in der Bewegung oder in der Feinmotorik, in der geistigen oder seelischen Entwicklung, durch Wahrnehmungsstörungen oder im sozialen Verhalten. Dementsprechend sind die unterschiedlichen therapeutischen Maßnahmen und die Forderungen, die an die Eltern gestellt sind. Das Ziel lautet immer, das Kind weitgehend zu unterstützen, um Defizite aufzuholen und den Alltag meistern zu können. Ein engmaschiges Netz, bestehend aus Therapeuten, Ärzten und Elternhaus, kann dem Kind Sicherheit vermitteln und Zuversicht. Auch die Eltern sind so eingebunden und müssen sich nicht hilflos fühlen. In der Regel verordnet der Kinderarzt die jeweilige Therapie, Eltern können aber auf eine Überweisung zu einem Diagnosetermin, etwa beim Ergotherapeuten, bestehen. In jedem Fall können Eltern etwas tun.
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